11. Februar 2017

Carnevale in Venedig 2017




Ich habe ein Karnevalsmail bekommen:
Hallo Brigitte, 
ich weiß, dass du als Bonnerin den Carnevale di Venezia eher mit Zurückhaltung siehst, wollte Dich aber trotzdem darauf hinweisen, dass das kulturelle Programm wieder Besonderheiten wie Führungen durchs Stadtarchiv, kostenlose tägliche Führungen durch Peggy Guggenheier im Teatro Malibran birgt. Vielleicht wäre der Hinweis darauf einen Beitrag in deinem Blog wert, da viele Reisende dieses alljährliche vielseitige Programm abseits der Veranstaltungen auf dem Markusplatz gar nicht kennen. 2013 habe ich so zB den Palazzo Pisani in einer italienischen Führung erkunden können und war in einem kostenlosen Alkan-Konzert des Pianisten Vincenzo Maltempo im Palazzetto Bru Zane. Ein ganz großartiges und einmaliges Angebot!

Liebe Grüße, K...

K. hat natürlich recht, mit dem großartigen Angebot wie mit der Vermutung, dass die meisten Jecken auf dem Markusplatz nicht wissen, was sonst noch in der schönsten Stadt vor sich geht, auch im Carnevale. Und ich weiss natürlich, dass ich in meiner Karnevalsabstinenz da einiges verpasse. Siehe auch Eintrag "Carnevale 2016", und da besonders den verlinkten Artikel von Dirk Schümer vom 7.2.2016. 
Da ich weiterhin keine Karnevalsexpertin mehr werde, folgt also auch in diesem Jahr eine unkommentierte Liste aus teils Gesamtprogrammen, teils Details, die ich persönlich spannend finden würde, wenn ich denn in Venedig wäre. Eine Führung im Stadt-, auch nicht im Staatsarchiv habe ich nicht gefunden. Wird ergänzt, falls doch noch.
Ergänzungen, Erfahrungen, Empfehlungen werden über die Kommentarfunktion oder als Mail erfreut angenommen und weiter verbreitet.




Offizielles Gesamtprogramm 2017
sortiert nach Veranstaltungsdatum

Kinderkarneval der Biennale di Venezia
Komplettes Programm als PDF (36 Seiten!)

Kinderkarneval in den Städtischen Museen

12.2. Dogenpalast und 25.-28.2. im Museum Palazzo Mocenigo

28.2. Kinderkarneval in Malamocco, Porgramm siehe Plakat




11.-28.2. San Lio: Ausstellung "Vestire lo spazio". Stoffe, Farben, Düfte im Kirchenrau. Mit kostenlosem Führungsprogramm.

11.-28.2. Carnevale in der Peggy Guggenheim Collection. Programm und Angebote.

12.2. 11-11:45 Uhr Karnevalszug der venezianischen Ruderclubs ab Dogana durch den Canal Grande zum Canale di Cannaregio.  

14.-28.2. Teatro GoldoniProgramm für die Karnevalswochen.

18.2. "Musikalischer Weg" mit rumänischen Alphörnern zu drei Kultur- bzw. Bildungsinstitutionen Venedigs. Start um 12:30 Uhr im rumänischen Kulturinstitut, Campo S. Fosca; um 13:30 Uhr in den Kreuzgängen von S. Salvador (Telecom Future Center di Venezia) und 14:30 Uhr im Ateneo Veneto in der ehemaligen Scuola S. Fantin. Drei interessante Gebäude, ein schöner Mittagsspaziergan durchs Stadtzentrum. 

18.-27.2. Carnevale auf der Insel Burano. Gesamtprogramm auf englisch und auf italienisch (nicht ganz identisch).

18-28.2. Ausstellung der Bürgerinitiative 'Poveglia per tutti' im Palazzo delle Prigioni 'L'isola di Poveglia'. Gelegenheit, als Tourist*in ein bisschen mehr von deren Anstrengungen zu erfahren.



18.-28.2. Fondazione Querini Stampalia: Programm während des Carnevale.

18.-28.2. jeweils 10-13 Uhr, Archivio di Stato (Staatsarchiv neben der Frari Kirche): Ausstellung Karten und Kostüme, kostenlose Führungen.

19.2. 11:20 Uhr Ca' Giustinian:  "Die venezianischen Gärten - ein musikalisches Puzzle", Annette Schlünz. Uraufführung durch die Komponistin im Rahmen des Kinderkarnevals der Biennale. Eine Veranstaltung des Deutschen Studienzentrums Venedig.

19.2. 9:30 Uhr Karnevalszug der venezianischen Ruderclubs durch den Canal Grande von S. Marcuola zur Ca' Giustiniani (Sitz der Biennale , wo man auf der Uferterasse der Bar 'L'ombra del leone' seinen Morgenexpresso geniessen kann) und 10:30-10:50 Regatta zurück nach S. Marcuola.

23.-26.2. Romeo e Giulietta. Aufführung mit Publikumsbeteiligung durch die Räume des wunderbaren Palazzo Grimani. Eine Inszenierung des Teatro Stabile del Veneto Verona zum 500. Todestag William Shakespeares 2016. 

23.-26.2. Dogenpalast: Sonderöffnung täglich bis 22:00 Uhr. Ermäßigter Eintritt für Besucher*innen im Karnevalskostüm.

23.2. 20:00 Uhr Scuola Grande di San Giovanni Evangelista "Votez pour moi!. Politisches Lied mit der Gruppe La Clique de Lunaisiens. Eine Veranstaltung des Palazzetto Bru Zane.

27.2. Museum Torcello: Karnevalsermäßigung für alle Besucher. Ein wunderbarer Vorschlag, sich dem Massenrummel im Centro Storico zu entziehen.




Auf der Piazza San Marco präsentieren sich wieder Handwerker- und Kunsthandwerker*innen in Buden, die den früheren Marktständen der Feiertagsmärkte auf der Piazza nachempfunden sind (siehe unten). Da ich nicht selbst berichten kann, empfehle ich, den differenzierten Bericht im venezia blog vom Carnevale 2016 zu lesen. 

Sonderlinien während des Karnevals im Vaporettoverkehr
Fahrpläne
Routenplan
Zugverbindungen vom Festland zum Bahnhof Venedig S. Lucia





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10. Februar 2017

5. Februar 2017

Lutherjahr - Venedig ist "Reformationsstadt Europas"

Lutherportrait  der Cranach-Werkstatt 
in S. Angelo Custode
Venedig wurde im vergangenen Oktober für das Lutherjahr 2017 mit dem Titel "Reformationsstadt Europas" geehrt. Damit wird auch die Aufmerksamkeit interessierter Tourist*innen auf die beiden protestantischen Kirchen in Venedig gelenkt. Neben den vielen sehr alten und meist künstlerisch reich ausgestatteten katholischen Kirchen und der spezifischen Kultur der griechischen und armenischen Kirchen finden sie, bescheiden und bedauerlicherweise, zwar gezieltes aber weniger allgemeines Interesse. 

Die Rede ist von der evangelisch-lutherischen Kirche S. Angelo Custode und der evangelisch-reformierten Kirche der Waldenser im Palazzo Cavagnis


Eingangshalle der ev.-luth. Kirche S. Angelo Custode

1713 baute Andrea Tirali die Scuola der Bruderschaft S. Angelo Custode errichtet. Nach der Schließung von Kirchen, Klöstern und Bruderschaften am Ende der Republik erwarb der deutsche Kaufmann Sebastian Heinzelmann das Gebäude. Vermutlich auch wegen der günstigen Lage am Rio und Campo dei SS. Apostoli direkt an der Brücke, die zum damaligen deutschsprachigen Hotel Leon Bianco in der Ca' da Mosto führt, quasi um die Ecke zum Fondaco dei Tedeschi, dem Haus der deutschsprachigen Kaufleute. Hier stand den ausländischen Protestanten seit 1657 ein Gebetsraum zur Verfügung, nachdem die Reformation in Venedig schon zu Luthers Lebzeiten angekommen war. (Die katholischen Geschäftsleute hatten ihre deutsche Kirche zwei Schritte weiter, in S. Bartholomeo.) 

Die ehemalige Scuola des Heiligen Schutzengels ist eine Wende in der Geschichte der evangelische Gemeinde, in der bis heute deutsch gesprochen wird und deren Zugewandtheit und Gastfreundlichkeit ich nur rühmen kann, und zwar von einzelnen Gemeindemitgliedern bis zum Pfarrer. Rühmenswert sind auch die Offenheit in den Beziehungen zur Kommune Venedig, anderen Kirchen und Glaubensgemenschaften und der Präsentation von kulturellen Veranstaltungen (nächste: Sonntag 5. März, 17 Uhr, Mestoso Brass aus Detmold) bis hin zu z. B. einem schönen Projekt der Kunstbiennale 2011, inklusive eigenem Pressebericht. Mich beeindruckt das sehr.


Die evangelische Gemeinde bei der Performance von Passage 2011
als Bootsträger*innen
Die Schutzengelskulptur über dem Haupteingang ist ein Werk des aus Rheine stammenden Künstlers Heinrich Meyring (siehe S. 6 der verlinkten Diss.). Die Wände der Eingangshalle, ehemaliger Versammlungsraum der Scuola, tragen alte Grabdenkmäler der Gemeinde. Die Protestanten*innen Venedigs wurden seit 1719 auf der kleinen Klosterinsel S. Cristoforo della Pace bestattet. Als S. Michele mit S. Cristoforo zur Friedhofsinsel vereint wurde, erhielten Evangelische und Orthodoxe ihre jeweils abgetrennten Sonderbereiche. 

Im oberen Stockwerk, dem Gebetsraum der ehemaligen Scuola, befindet sich der Kirchenraum, unkatholisch schlicht aber beeindruckend gestaltet mit einem Altarbild des Engels Raffael mit der Madonna von Sebastiano Ricci, einem kleinformatigen aber virilen 'Erlöser' von Tizian (ein Geschenk aus dem Fondaco dei Tedeschi) und einem sehr kleinen Lutherportrait aus der Cranach-Werkstatt

Im Sommer 2012 drohte der Einsturz der Decke, vermutlich in Folge der starken Erdbeben in der Emilia Romagna. Die Renovierung war (für venezianische Verhältnisse ruckzuck) im folgenden Jahr erledigt, die Kirche konnte wiedereröffnet werden.

Für Besucher*innen geöffnet Di 11-13, Sa 16-19. Es halten sich Gemeindemitglieder in der Halle und in der Kirche auf, die sehr freundlich auf Fragen eingehen. Gottesdiensttermine finden sich im Gemeindebrief, den man auf der Website als PDF herunterladen kann.


Kirchenraum S. Angelo Custode


Der Palazzo Cavagnis liegt etwas versteckt auf dem Weg zwischen S. Maria Formosa und SS. Giovanni e Paolo. Er ist ein Kulturzentrum der evangelisch-reformierten Kirche der Waldenser Italiens. Die Kirche ist eindrucksvoll in ihrer fast völlig schmucklosen Bescheidenheit. (Schlicht auch ihr Internetauftritt). Es gibt allerdings in regelmässigen Intervallen kostenlose Kulturveranstaltungen mit Schwerpunkt Musik (auf das ich in der Regel im Kulturkalender hinweise) und das Gästehaus, das seit ein paar Jahren günstige Übernachtungen anbietet (enthalten auch im Eintrag 'Wohnen in Klöstern, Wohnheimen, Stiftungen'). 

Ich selbst habe das Gästehaus noch nicht getestet und bisher auch keine Information von Korrespondent*innen. Die Kirche im Parterre des Palazzo ist als solche nicht von außen zu erkennen; als Nicht-Gast kann man an der Rezeption bitten, die Kirche besichtigen zu dürfen. Was auf sehr freundliche Art erlaubt wird. Auf der Website findet man die Gottesdiensttermine.


Evangelisch-reformierte Kirche im Palazzo Cavagnis


Reformationsstädte Europas
Wikipedia: Reformationsstadt Europas
Luther 2017
Europäischer Stationenweg 2017 dazu Ausstellung in S. Angelo Custode 21.1.2017


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29. Januar 2017

Zwischendurch kurz... ein CHORUS-Pass


Eine Korrespondentin kommt gerade aus Venedig zurück mit einem fast ungenutzten CHORUS-Pass, den sie verschenkt. Eine Kirche ist abgehakt. Der Pass ist noch gültig bis einschließlich 26. Feburar, also fast 4 Wochen. 

Wer in dieser Zeit nach Venedig fährt und Verwendung hat, melde sich bitte per Mail und mit Postadresse bei mirebbonn@googlemail.com - ich leite das Mail weiter. Eine Freundlichkeit zwischen Venedig- Appassionati... mittlerweile erledigt.


CHORUS-Kirche Santissimo Redentore


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19. Januar 2017

Jubiläum



Im Januar 2007 bat ich meinen privaten Berater in Kommunikations- und informationstechnischen Fragen, mich mal zu Nutzungsoptionen von Social Media für meine beruflichen Zwecke rundum zu informieren. Social Media waren das große Thema und professionelle Optimierung immer gut. 

Ich bekam keine Erklärungen, sondern die Aufforderung, ALLES auszuprobieren. Social Media seien nur Werkzeuge, jede*r müsse eigene Nutzungsweisen und -möglichkeiten für sich herausfinden und zwar selbsttätig. Und dann entscheiden, ob, wie und in welchem Umfang jedes einzelne Medium ür seine jeweiligen Zwecke geeignet seien. 

Habe ich so gemacht. Die Versuchsreihen waren viel Arbeit, nebenbei, privat, aber nach einem halben Jahr war klar, welche Angebote ich für meine Berufstätigkeit nützen würde. Bloggen war ausprobiert, wurde aber aussortiert. 
"Fang einen  Blog an. Such dir ein Thema, das du spannend findest, in dem du dich auskennst und was zu sagen hast, sonst bleibst du nicht dabei. Jede Woche ein Eintrag, diszipliniert, glaubwürdig, mindestens ein halbes Jahr. Dann weisst du, ob das was ist oder nicht." Hatte der private Berater gesagt. Es war was, aber nicht für den beruflichen Bedarf. 

Dem schlichten ersten Eintrag am 21.1.2007 folgten anweisungsgemäß wöchentliche Blogs. Recherchen zu Themen und Kontakte zu Bloggern, Autor*innen und anderen Expert*innen entwickelten sich schnell. Nach dem Probehalbjahr war der Blog ein schönes kleines Privatprojektchen, das Spaß machte und aus meiner Sicht unter jedem Radar im großen www flog. 

Nach 10 Jahren und über 550 Einträgen macht es immer noch Spaß. Viele Texte verlieren ihre Aktualität, viele Links ihren Anschluss und sind damit irreparabler Schrott, aber manche Einträge haben über die Jahre ihren Informationsgehalt und ihre Lesbarkeit erhalten, manches Foto hat Dokumentationswert. Und ich fliege nicht mehr unter dem Radar. Es gibt einfach zu wenige deutschsprachige Blogs zu Venedig - aber jede Menge italienische, englische, französische. Jeder Reiseführer empfiehlt mittlerweile "Unterwegs in Venedig", Reiseseiten von Tages- oder Wochenzeitungen auch mal.

Was aber wirklich unschätzbar ist, sind die Antworten auf meine Arbeit und die Kontakte, die beim Bloggen entstehen. Die Freundlichkeit und die Aufmerksamkeit von Korrespondent*innen treffen mich immer wieder überraschend. Die Anfragen zu venezianischen Details von Menschen, die ein Buch oder eine Examensarbeit (Architektur, Geschichte, sogar Philologie!) schreiben und meiner Expertise trauen, sind so eine schöne Herausforderung. Die gemeinsame Leidenschaft für Venedig schenkte wunderbare und unerwartete Begegnungen und Erfahrungen, schuf in 10 Jahren spannende Kooperationen, ja sogar dauerhafte Freundschaften, auch über diverse Arten von Grenzen hinweg  und hinüber. 

Ich bin für all das dankbarer, als ich ausdrücken kann. Das rettet mich bisher aus meinen Venedigkrisen, wenn mir die Zukunft der schönsten Stadt mal wieder unrettbar erscheint. Herzlichen Dank allen, die auf ihre Weise 10 Jahre mit diesem Blog und mir unterwegs in Venedig waren.





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15. Januar 2017

Erster Blick zur Biennale 2017 - ARSENALE

Alle Fotos dieses Eintrags: Biennaleausstellungen
im Arsenale 2011/2013

Die Ausstellungen auf dem Biennalegelände der Giardini sind gut zu überblicken: nationale Präsentationen in den nationalen Pavillons (die auch beeindruckende Beispiele nationaler Selbstdarstellungsarchitektur des 20. JH sind) und die internationale Präsentation der jeweiligen künstlerischen Biennaleleitung (2017 Christine Macel "Viva Arte Viva") im Zentralgebäude. Im Zentralgebäude befinden sich außerdem die Bibliothek und das Archiv der Biennale, der Buchladen, Unterrichtsräume für Gruppen und ggfs. ein Forum.

Im Arsenale allerdings laufen die Dinge etwas durcheinander. Die Corderie, auch Tana genannt, also die laaange ehemalige Reeperbahn des Arsenale, zeigt großenteils weitere Werke und Künstler*innen, die von der Biennaleleitung zur Teilnahme ausgewählt und eingeladen wurden. Aber AUCH nationale Ausstellungen. Weitere Gebäude wurden seit einer Dekade renoviert und für Ausstellungszwecke hergerichtet (Sale d'armi, Artiglierie, Isolotto etc.). Hier finden immer mehr Nationenausstellungen einen Platz, der auf dem offiziellen Biennalegelände natürlich zentraler und günstiger ist als ein in der Stadt angemietetes Gebäude. 
Ein Theater wurde eingerichtet. Der Garten der Vergini wurde 2009 Teil des Biennalegeländes. Auch das gegenüberliegende Ufer des Arsenale novissimo steht mit den riesigen Tese (Hallen) und dem renovierten Turm an der Porta Nuova für Ausstellungen von Nationen wie auch 'eventi collaterali', Nebenveranstaltungen, zur Verfügung. Wer nur gelegentlich die Biennale in Venedig besucht, hatte in den letzten Jahren oft Gelegenheit, sich über die Ausbreitung der Kunst im Arsenale zu wundern. 



Wer also nach dem Besuch der Giardini, wo auf jedem Haus draufsteht wer oder was drin ist, im Arsenale aufschlägt, hat die erfreuliche Wahl: einen Zug durch die Ausstellungen machen, Eindrücke sammeln, sich beeindrucken lassen. Oder mit dem Katalog in der Hand, oder zumindest dem kostenlosen Faltblatt, nachprüfen und sich vergewissern, was hier zu sehen und zu erfahren ist. Oder sich auf eine Mischung von beidem einstellen.
In diesem Eintrag ist die Rede von den nationalen Ausstellungen von
Tuvalu
Chile
Albanien
Singapore
Neuseeland
Georgien
Türkei
Slovenien
Italien
Südafrika
Malta
Lettland
Estland

Philippinen
Vereinigte Arabische Emirate
Argentinien
Pavillon IILa (Istituto Italo-Latino Americano
Irland




Tuvalu stellt zum 3. Mal aus und zwar zum 3. Mal den gleichen Künstler Vincent J. F. Huang (siehe Eintrag 2013 - 6. Absatz und 2015 - 12. Absatz). Darüberhinaus vertrat Huang die Insel Tuvalu auf dem UNO Klimagipfel 2012. Das Projekt dieses Jahres nennt er "The Global Interactive Program", natürlich geht es um den Klimawandel, von dessen Folgen Tuvalu wie auch Venedig in vorderster Front betroffen ist. Mangels weiterer Informationen ist mir das Konzept etwas rätselhaft ("online- und offline-Projekte?). Spannend.

Chile zeigt ein anthropologisch orientiertes Projekt des Künstlers Bernardo Oryazún mit dem Titel "Werken". Im Fokus steht das südamerikanische Volk der Mapuche, ihre bildende Kunst und Sprache. 

Im Pavillon Albaniens gibt es unter dem Titel "Occurence in Present Tense" Malerei des Künstlers Leonard Qylafi. Die Entscheidung für ihn stieß auf Proteste der ungarischen Kunstszene. 

Ein Konflikt belastet auch den Auftritt Singapores. Der Künstler Zai Kuning, die Kuratorin June Yap und der Projektleiter Neo Kim Seng haben sich verkracht, die beiden letzteren schieden aus dem Team aus. Zai Kunings bringt maritime Skulpturen, 'Geisterboote' des malaysischen Archipels, nach Venedig, und trotz der personellen Querelen steht die Planung.



Neuseeland wanderte bisher mit seinen Ausstellungen durch die halbe Stadt, stellte in diversen tollen Palazzi am Canal Grande aus oder z. B. in der (immer geschlossenen) Kirche S. M. Maddalena. Jetzt hat man endlich einen eigenen Raum im Arsenale, im Isolotto nahe beim großen Kran. Die Ausstellung der Künstlerin Lisa Reihana enthält auch ihr Panoramavideo "In Pursuit of Venus" und neue Fotoarbeiten.

Georgien hat seinen Pavillon in den Sale d'armi und wird repräsentiert durch den in Berlin lebenden Vajiko Chachkhiani. Förderpreis zum Rubenspreis der Stadt Siegen und ein aktueller Atelierbesuch.

Der Pavillon der Türkei stellt Werke von Cevdet Erek aus (der nebenbei auch Schlagzeuger von Nekropsi ist, reinhörn, hat definitiv was!). Die Informationen unter diesen Links stammen aus der Zeit vor dem Putsch in der Türkei und wurden anscheinend nicht von plötzlichen Veränderungen betroffen, obwohl auf der Website der Istanbuler Foundation for Culture and Arts, IKSV, noch keine Details für die Biennale 2017 zu finden sind.

Slovenien wird von der Künstler Nika Autor repräsentiert. Ein kleines Bisschen mehr.



Die Hallen des italienischen Pavillons im Arsenale will die in New York lebende Kuratorin Cecilia Alemani mit nur 3 Künstler*innen füllen: Giorgio Andreotta Caló (Skulpturen), Roberto Cuoghi (Skulpturen), Adelita Husni-Bey (Performances, Experimente). Mehr dazu auf italienisch in der Artribune
Trotz der großartigen Riesendinger von Robert Cuoghi, vor denen wir schon 2013 mit offenen Mündern im Arsenale standen, und möglichen raumgreifenden Performances konzipiert von Adelita Husni-Bey, frage ich mich doch, wie das gehen kann und bin gespannt auf die Arbeit der Kuratorin. 
(Der letzte Satz im Artikel der New York Times sollte nicht untergehen: "An earlier version of this article referred incorrectly to the Biennale. It is an exhibition, not an art fair where works are for sale, and thus it does not draw 'high sales'." Haha, das nenne ich einen unbeabsichtigten Kracher.)


Mexico hat für seine Ausstellung Carlos Amorales gewählt, er präsentiert das Projekt "Life in the Creases" (Leben mit Falten? Leben in Knitterfalten?). Mehr ist noch nicht zu erfahren, aber mehr zum Künstler.

Den Pavillon Südafrika in den Sale d'armi (Obergeschoss, unbehinderter Zugang mit Lift und Rolltreppe von Rem Koolhaas) teilen sich Candice Breitz und Mohau Modisakeng. Lesenswerter Artikel dazu aus TimesLive vom 10.1.2017.

Malta hat sich 17 Jahre nicht an der Biennale beteiligt. Nicht nur der EU-Vorsitz 2017 ist also bemerkenswert, sondern auch die Rückkehr nach Venedig. Raphael Vella und Bettina Hutschek konzipieren gemeinsam die Ausstellung "Homo Melitensis". Videos von Bettina Hutschek. Veröffentlichungen von Raphael Vella (Kunsterziehung).

Latvia, Lettland zeigt "Structures of Worries", Gefüge der Sorgen, von Mikelis Fisers. Auf seiner Website wird allerdings "What Can Go Wrong" angekündigt, in lettisch, und deshalb kann ich nicht nachprüfen, was hier unter Umständen falsch läuft. Video Mikelis Fisers, lettisch.



Argentiniens Pavillon im Parterre der Sale d'armi wird von der Künstlerin Claudia Fontes gestaltet.

Estland zeigt ebenfalls eine Einzelkünstlerin, Katja Novitskova, mit ihrem Projekt "If only you could see what I've seen with youre eyes".

Die Philippinen landen mit ihrem 3. Auftritt in Venedig (1964, dann erst wieder 2015 beeindruckend im Palazzo Mora) im Arsenale. Lani Maestro und Manuel Ocampo beziehen sich in ihrem gemeinsamen Projekt auf ein Schlüsselwerk der philippinischen Literatur, Noli me tangere von José Rizal.

Die Vereinigten Arabischen Emirate in den Sale d'armi stellen wieder eine Gruppe von Künstler*innen aus, nicht ganz so zahlreich wie die Gruppe der Biennale 2015, als der Pavillon sehr vollgestopft und unabgestimmt wirkte. Das hat das Kuratorium anscheinend selbst bemerkt (diesjähriger Kurator: Hammad Nasar), diesmal also nur 5 Teilnehmer*innen: Nujoom AlghanemSara Al Haddad, Vikram Divecha, Lantian Xie, Mohamed Yousif, Thema der Ausstellung: "Rock, Paper, Scissors: Positions in Play".
Das Praktikumsangebot des VAE-Pavillons erwähne ich wieder, es scheint, zumindest von außen gesehen, ein pfiffiges System, jungen Leuten in größerer Zahl differenztierte Arbeits- und Auslandserfahrungen zu ermöglichen. 

Zur Ausstellung Argentiniens  gibt es noch sehr wenig Information im www. Es stellt außerdem eine Künstlerin aus, über die genauso wenig zu finden ist: Claudia Fontes. Da muss man sich wohl noch ein wenig gedulden.

Auch zum Pavillon des Istituto Italo-Latino Americano (IILA) in direkter Nachbarschaft im Arsenale findet sich bisher nur ein Aufruf an Künstler*innen und Kurator*innen

In der gleichen Nachbarschaft stellt Irland aus, das früher auch zu den durch diverse Palazzi wandernden Teilnehmerländern gehörte. Die Künstlerin Jesse Jones arbeitet mit verschiedenen Medien, schwerpunktmässig Film, und scheint für Venedig mit der Schauspielerin Olwen Fouéré eine performative (feministische?) Präsentation zu planen. Mehr zu Olwen Fouéré.





Auch im Arsenale stehen noch die Informationen zu diversen nationalen Ausstellungen aus. Werden nachgeliefert.


Siehe auch Eintrag vom 13.1.2017:
Erster Blick auf die Biennale 2017 - GIARDINI




Demnächst: Nationalpavillons und zur Biennale gehörige Nebenausstellungen in der Stadt.






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13. Januar 2017

Erster Blick zur Biennale 2017 - GIARDINI

Biennale 2011
Pavillon Russland
Die 57. Kunstbiennale startet in 4 Monaten am 13. Mai  und bis auf die Veröffentlichung des Konzepts der Direktorin Christine Macel (die 2013 schon den französischen Pavillon kuratierte) im September 2016 gibt noch keine offiziellen Details. In den Wochen vor Eröffnung der Biennale "Viva Arte Viva" will Christine Macel täglich ein Video auf die Biennalewebsite stellen, in denen sich Künstler*innen mit ihrem Biennaleprojekt vorstellen und Besucher*innen auf das Ereignis vorbereiten können. 
Ergänzung 7.2.: seit heute stehen die ersten 30 "Artists"-Videos auf der Website der Biennale. Leider nicht verlinkt, um sie zu sehen, klickt man hier.

Schöne Idee, von mir im Ansatz seit 2011 praktiziert (siehe Labels der Biennalen 2007-2016, rechte Spalte). Das soll auch 2017 so gehalten werden, denn im www trudeln schon ca. 1 Jahr im Voraus die ersten Ankündigungen ein. Hier also ein erster gespannter Blick auf die angehäufte Linksammlung.
Ich beginne mit dem Ausstellungsgelände der Giardini und ihren nationalen Ausstellungspavillons, querbeet, in der Reihenfolge:

Österreich

Japan
Nordischer Pavillon
Großbritannien
Niederlande
Korea
Israel
USA
Frankreich
Belgien
Spanien
Tschechien
Slowakei
Canada
Deutschland
Schweiz
Polen
Australien
Griechenland
Brasilien
Rumänien
Russland
Uruguay


Biennale 2011
Pavillon Serbien
Freudige Überraschung zuerst: Österreich baut an! Das Doppel von Erwin Wurm und Brigitte Kowanz, angekündigt im April 2016, nicht nur bei mir als Drucksen vor einer Entscheidung im Verdacht, führt anscheinend unerwartet zu einem guten Ende des Gestrüpps innerhalb des österreichischen Pavillons. In den letzten Jahren ließen sich die Kurator*innen zu fortschreitender Bepflanzung des rückwärtigen Freiluftbereiches hinreissen, ohne große Kenntnisse in Botanik und Gartenarchitektur, mit Verlaub. Vor einer Woche verkündete Brigitte Kowanz im Kurier die Planung eines Anbaus und damit die Erweiterung und angemessene Aufteilung der Ausstellungsräume an. Und Offizielles dazu. Ich bin sehr gespannt. 

Der Pavillon Japans wird bespielt mit dem Werk "Upside Down Forest" von Takahiro Iwasaki - in kleines Vimeo, das daüber hinaus Neugier weckt.

Der Nordische Pavillon - Schweden, Finnland, Norwegen wechseln sich ab - liegt in diesem Jahr in der schwedischen Verantwortung. Moderna Museet zeigt in "Mirrored" 6 Künstler*innen: Siri Aurdal, Nina Canell, Charlotte Johannesson, Jumana Manna, Pasi "Sleeping" Myllymäki, Mika Taanila. Ein schöner Blick in den leeren Raum des Pavillons und mehr Informationen zur Ausstellung.


Biennale 2013
Pavillon Uruguay
Im britischen Pavillon sind wie bei der letzten Biennale Skulpturen zu sehen, diesmal von Phyllida Barlow. Siehe auch Forum Ludwig Aachen: Kunstpreis Aachen 2012 und den Guardian vom 4.3.2016. Mehr beeindruckende Werkfotos.

Die Niederlande zeigen 3 für die Biennale neu geschaffene Werke der Videokünstlerin Wendelien van Oldenborgh. Im Fokus stehen wenig beachtete Kapitel der niederländischen Kolonial- bzw. Postkolonialgeschichte. 
Vorstellung und Erstaufführung "Beauty an the right to the ugly" im November 2014.
Im koreanischen Pavillon werden 2 Künstler präsentiert: Lee Wan mit Installationen (16.2.: mehr dazu) und der Konzeptkünstler Cody Choi. Ich bin sehr gespannt, denn seine Vorstellungen von Venedig kommen schon überraschend: "Aus Chois Perspektive gibt es keinen Unterschied zwischen Venedig und Glückspielorten wie Las Vegas und Macau, also wird er die glitzernden aber hohlen Reklamefelder dieser Städte reinterpretieren. 'Es gibt keine wahre Kunst in Venedig, aber die Stadt hat Kraft, Kapital und äußerste Autorität'." (Zitat siehe Link). Hm. Vielleicht wird ja auch er überrascht.


Biennale 2013
Pavillon Venezuela
Israel zeigt den vielseitigen Künstler Gal Weinstein. Er repräsentierte Israel schon auf den Biennalen in Thessaloniki und Sao Paulo.

Für den Pavillon der USA wird Mark Bradford eine site-spezifische Installation kreieren. Mehr zum Künstler aus dem New Yorker und der New York Times. Und auf deutsch. Hier spricht er selbst. 26.1.: Mark Bradford bezieht Rio Terà dei Pensieri in sein Ausstellungsprojekt ein. Mehr dazu inklusive eines wunderschönen Fotos der netten Frau, die am Compo Santo Stefano die Rio Terà dei Pensieri-Taschen verkauft. Siehe auch Eintrag Rio terà dei pensieri.

Der Pavillon Frankreichs ist musikalisch dominiert, nicht zum ersten Mal. Xavier Weilhan präsentiert sein Projekt "Merzbau Musical", basierend auf dem Werk Kurt Schwitters'. Details dazu. 

Im belgischen Pavillon ist Flandern wieder an der Reihe der Kunst, repräsentiert vom Fotografen Dirk Braeckmann.

Spanien wird vertreten durch den katalanischen Künstler Jordi Colomer. Sein Projekt "Ciudad del Bolsillo" diskutiert urbanes Leben und Nomadismus - spannend. 

Der gemeinsame Pavillon Tschechiens und der Slowakei zeigt das
Projekt 
"Swan Song: Now" der Künstlerin Jana Zelibská. Interview
und mehr Werke der Künstlerin.


Der Pavillon Canadas wird renoviert (oder vergrößert?) und ich
weiss nicht, ob schon in diesem Jahr neu eröffnet wird. Die
kanadische Ausstellungsankündigung jedenfalls ist mit den
Künstlern Geoffrey Farmer (siehe Ausstellung 2014 im
Hamburger Kunstverein) und Mike Bourscheid
(Kunstpreis Robert Schumann 2015) vielversprechend. Mike
Bourscheid ist gleichzeitig der Protagonist des
Pavillons von Luxemburg im der Ca' del Duca am Canal
Grande.
21.2.: Mehr zu Geoffrey Farmers Installation "A way out of the mirror".


Die Präsentation im deutschen Pavillon macht Anne Imhof.
Außenminister Steinmeier sagt was dazu.
Rezension ihres Projekts "Angst II" im Hamburger Bahnhof
in Berlin im Herbst 2016. Aktuelles Portrait der Künstlerin
von Dirk Schwarze.


Die Schweiz gedenkt im Giacometti-Jahr Giacomettis. Der
Pavillon ist ein Werk Bruno Giacometti, jüngerer Bruder von
Albert, welcher alle Einladungen zur Biennale ausschlug.
Teresa Hubbard und Alexander Birchler machen sich unter
dem Thema "Venedigs Frauen" darüber Gedanken. Hubbard
und Birchler lehren bzw. forschen an der
Universität von Texas, Austin. Zur Schweizer Ausstellung
auch ArtNews.
Ein interessanter 
Artikel zu Giacometti, kürzlich in der NZZ
erschienen.


Den polnischen Pavillon gestaltet, etwas überraschend,
die amerikanische Filmemacherin und  Fotografin
Sharon Lockhart. Der Titel der Ausstellung "Little Review"
wurde inspiriert von einer gleichnamigen Kinderbeilage der
Zeitung Nasz Przeglad vor dem deutschen Übefall auf Polen
1939. Sharon Lockhart hat bereits einen 
Film über polnische
Kinder vorgestellt:
Podwórka.

Biennale 2013
Pavillon Finnland
Australien zeigt in seinem neuen und, wie man bei der Architekturbiennale sah, flexiblen, Pavillon eine Einzelausstellung von Tracey Moffat mit dem Titel "My Horizon". Etwas mehr, aber nicht viel, dazu. Als erste Ausstellung einer indigenen Künstlerin erhält das Projekt besondere Anerkennung und Förderung. Ergänzung 15.2.: Der Bundesstaat Tasmanien beteiligt sich mit einer eigenen Vertreterin, Ruth Langford. Ich gehe davon aus, dass auch diese Ausstellung ihren Platz im australischen Pavillon hat. 

Griechenland wird vertreten durch den Filmemacher und Videokünstler Giorgios Drivas und den Leiter des Film Festivals Thessaloniki, Orestis Andreadakis. Das Ausstellungsprojekt "Laboratorium der Dilemmata" thematisiert über das zweieinhalbtausend Jahre alte Theaterstück "Die Schutzflehenden" von Aischylos die Integration des Fremden in die Gesellschaft. Ich bin sehr gespannt und werde vermutlich Stunden bei den Griechen verbringen, wie zuletzt beim Opernfilm im polnischen Pavillon

Brasilien hat erst kürzlich den Kurator der Ausstellung, Jochen Volz, bekanntgeben. Warten wir das Weitere ab.

Der rumänische Pavillon in den Giardini (es gibt noch in der Stadt das Istituto Romeno, in dem weitere Ausstellungen und Biennaleveranstaltungen stattfinden) stellt die Konzeptkünstlerin Geta Bratescu aus. Noch keine Details zur Thematik.

Spät (21.1.17) informiert die Russische Förderation über ihre Ausstellungspläne, und ich freue mich enorm: nach den beiden Ausstellungen 2015 gibt es wieder die Gelegenheit, die Arbeit von Grisha Bruskin in Venedig zu bewundern. (Siehe Einträge vom 19.2.15 'Eine hinreissende Ausstellung', und 4.11.15 'Biennale 2015 zum Letzten'.) Mit ihm teilen sich den russischen Biennaleauftritt: Sasha Pirogova, Video- und Performancekünstlerin, und Georgij Kuznetsov/ Andrej Blokhin (Recylce Group), die schon 2015 in Venedig zu sehen waren in 'Glasstress' und in der Nebenausstellung 'Converse' (siehe auch Eintrag vom 19.6.15 'Sant' Antonin Gesamtkunstwerk'). Neue Information eine Woche später: zwei Dozent*innen der Universität Ca' Foscari unterstützen den Kurator des russischen Pavillons.

Für Uruguay tritt Mario Sagradini an. Keine persönliche Website, kein Wikipediaeintrag, herausgefunden habe ich nur, dass er das MNAV Museo Nacional de Artes Visuales leitet und 2016 in einem Saal eigene Werke ausstellte. Mehr dazu. Interview mit Mario Sagradini Teil 1; Teil 2; Teil 3. Meine Spanischkenntnisse reichen leider nicht aus.

Es fehlen noch Informationen zu Serbien und Ungarn, die in den Giardini ihren festen Platz haben. Folgen.


Biennale 2014
Pavillon Ägypten

Siehe Folgeeintrag vom 15.01.: der erste Blick zu den Nationenpavillons im Arsenale.


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