31. Juli 2015

Doppeldebüt am Canal Grande: Mauritius und Palazzo Flangini



Kurz nach der Scalzibrücke sieht man vom Vaporetto aus links den Palazzo Flangini und bei der 1. bis ca. 20. Vorbeifahrt muss man nichts merken, dann aber doch: hier stimmt was nicht mit der Proportion. Höhe? Nein, auch das Dachgeschoss ist Original und nicht nachträglich aufgestockt wie so viele Obergeschosse am Canal Grande. Symmetrie? Wassertor sitzt an einer seltsa-
men Stelle links außen... auf der Website von J-CR  (siehe Link oben) liest man: Gebäude unvollendet. Das Nachbargrundstück konnte nicht wie geplant erworben werben. So ein Pech. Aber so hat das Gebäude neben der Schönheit seiner Fassade noch das besondere Merkmal 'unvollendet' wie z. B. auch der gut 100 Jahre später erbaute Palazzo Venier dei Leoni, dem alles fehlt, was über das Wassergeschoss hinausgehen würde.



Die Flangini waren eine wichtige einheimische Familie auf Zypern, deren Männer ab dem 14. JH ihr Blut (nein, nicht spendeten, sondern) opferten für die Serenissima und später das venezianische Königreich Zypern. Zunächst im Streit mit den Genuesen, dann gegen die Osmanen. Im Zuge des Verlusts der Insel (im Jahr 1571) zog die Familie nach Venedig, 1638 kaufte Tommaso Flangini zunächst zwei alte Palazzi als Baugrund für dieses Haus. 1664 wurde der erste Flangini, nämlich Girolamo, im Großen Rat der Serenissma zugelassen - den Nobelstatus hatte die Familie zuvor erlangt durch Zahlung von 100.000 Duka-
ten für den Krieg mit den Osmanen um das venezianische Königreich Candia/Kreta.

Die Flangini endeten 1804 mit dem letzten Nachkommen, Ludo-
vico, der nach Ehe und Vaterschaft als Witwer (!) immerhin noch Patriarch von Venedig wurde und als Kardinal am Konklave zur Papstwahl 1799-1800 auf S. Giorgio Maggiore teilnahm. 



Das Haus steckte lange Zeit hinter Gerüsten und Planen und steht jetzt für 'Events' zur Vermietung. 2014 gab es als Neben-
ausstellung zur Architekturbiennale im Androne eine schöne Fotoausstellung mit Portraits des Dutzends globalberühmter ArchitektInnen bei nicht funktionierender Beleuchtung (jeden-
falls, als ich da war). 

Jetzt ist im Androne eine gemeinsame Ausstellung von Lena Liv und Lindy Nsingo "Dancing makes me joyful", die mich leider kalt lässt. Pastellfarbene Blüteninstallationen von Lena Liv und eine Tanzperformance von Lindy Nsingo, die live vermutlich beein-
druckend ist, aber nicht auf sehr kleinen Monitoren, und mal wieder kein geduldfördernder Stuhl. Ach, Künstlerinnen, die in ihrer Arbeit aufgehen aber nicht über deren Rezeption nach-
denken!



Besser, bzw. gut wird es im Piano nobile. Eine wunderschöne Restaurierung, Fresken, Gemälde, Kamine, Balkendecken, Stuck, Murano - besuchenswert, bewundernswert. 
Die erste Biennale-Ausstellung von Mauritius (ich bin nicht geografiefest genug und muss das googeln: Mauritius) "From one citizen you gather one idea" zeigt Arbeiten zu Kolonialismus und Postkolonialismus, Inklusion und Differenzierung von 14 KünstlerInnen, 7 aus Mauritius, 7 aus Europa; Werke, die zum Teil überraschen und mir gut gefallen. Die Ausstellung ist klein, aber insgesamt gibt es viel zu sehen und witzige Interaktionen zwischen der Gegenwartskunst und der pompösen Raumge-
staltung der 17. JHs. 

Und es gibt mal wieder - die dankbare Biennalewanderin fläzt sich umgehend - ein paar wunderbare Sofas, weiches weißes Leder, im Hintergrund, fast zu übersehen! An der dem Canal Grande abgewandten Seite, hinter großen Topfpalmen liegt diskret diese Oase, ein paar BesucherInnen kommen und gehen durch den Portego und die Nebenräume, aber dieser herrliche Salon ist für jetzt allein meiner.


Haltestelle Ferrovia, weiter Lista di Spagna bis zur letzten Gasse (Calle Flangini) rechts vor dem Campo S. Geremia oder auf dem Campo S. Geremia direkt rechts gehen (hier heißt der Platz Campiello Flangini) bis zum Haus in der Ecke.


Ich begleite und führe zu Biennale-Ausstellungen in interes-
santen Gebäuden in der Stadt. Auch themen- oder personen-
orientierte Begleitungen können auf Anfrage angefragt und abgestimmt werden über einen Klick ganz oben rechts in der dunkelgrünen Spalte.



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28. Juli 2015

Dachboden in Venedig

Ausstellung der Philippinen "Shoal" von  Jose Tence Ruiz
unter dem Dachboden
Ich war mal das Kind, das alle Dachböden des Dorfes kannte. (Vorausgesetzt, es gab Kinder im jeweiligen Haus.) Noch heute kann ich mich an die meisten erinnern und im Geiste dort herum-
schnüffeln. Das funzelige Licht (wenn überhaupt), die niedrigen Balken, die Kälte im Winter, die stickige Hitze im Sommer, Re-
gengepladder auf den Ziegeln, der Staub, das Getier - lebendig krabbelnd oder tot und bleich unter den Dachpfannen hängend. Die Reste von Generationen, chaotisch mit geordneten Teil-
bereichen. Die Funde...! 


Auch in Venedig kann zum Glück der eine oder andere Dachbo-
den besucht werden. Sind natürlich gefegt und aufgeräumt, aber unvergleichlich unter dem alten Gebälk. Der eine ist natürlich der des Dogenpalastes, schon zweimal habe ich an der Führung der "Geheimwege" teilgenommen, der zweite war - und ist immer wieder - der Dachboden des Palazzo Fortuny. Und jetzt völlig überraschend Nummer 3! Palazzo Mora neben bzw. hinter der Kirche S. Felice. 



Blick auf die Nachbardächer...
Eingang über die Strada Nova (3659) durch einen Vorgarten mit 2 von Carole Feuermans Badeanzugdamen und dann folgt die riesige, über mehrere Etagen verteilte Wundertüte der Sammel-
ausstellung "
Personal Structures - Crossing Borders". Bereits zum 2. Mal als unabhängige Ausstellung während der Biennale (und auch wieder parallel zu den Räumen im Palazzo Bembo). 
Dieses Mal gibt es (Reihenfolge querbeet, Aufzählung unvoll-
ständig) Werke von Dieter Huber, Marc AbeleSaad Qureshi, Soojin Cha, Veronique Rischard, Orly AvivSebastian SchraderMarc Fromm, Xenia Hausner, Carl AndreAnne Herzbluth, Hans AichingerMichael Cook, Lore Bert, Martin Stommel, Bruce Barber,  Narine Araqelyan, Guy van den Bulcke, aber auch ein paar Stimmungskillern wie Hermann Nitsch oder Mike Parr, um die man in Begleitung kleiner Kinder einen Bogen machen sollte, aus meiner Sicht.


Außerdem die wichtigen Nationenausstellungen der Philippinen (nach 51 Jahren Pause), zu sehen sind der komplette Film 'Djin-
gis Khan' von 1950 und "Shoal" (Untiefe) von Jose Tence Ruiz, eine tolle Installation, die auch noch umwerfend duftet (leider gibt es so selten Geruchskunst); und die ersten Auftritte der Seychellen und der Mongolei (wunderbar, z. T. mit beuysschen Déjà-vus).  



...und die Nachbarterrassen
Aber nicht nur die Kunst im Haus ist eine Wundertüte, auch das Haus selbst, zum ersten Mal besucht und verwirrend. Einerseits die bekannte dreigeteilte venezianische Palazzostruktur - langer, das ganze Haus querender Portego mit kleineren Räumen rechts und links - andererseits scheinbar völlig unsortierte ineinander übergehende Zimmerchen. Auf der Internetseite des Hauses lässt sich das Durcheinander gut nachvollziehen: die rechte Hälf-
te des Hauses ist ein ehemaliger 'ordentlicher' Palazzo (siehe auch "Floorplan" unten rechts). Die linke Hälfte ist durch ein großzügiges Treppenhaus an den ehemaligen Palazzo Contarini angetackert und bestand ursprünglich möglicherweise selbst aus mehr als einem Teil. 

Die Familie Mora, erst im 17. JH in den Adelsstand gelangt (was in der Regel heißt, erkauft durch Beteiligung an der Finanzierung des Krieges um Kreta) wollte ein großes Haus, das ist es, wenn auch in der 2. Reihe und nicht am Canal Grande. Hat aber den Vorteil vieler überraschender Ausblicke auf die Nachbarhäuser und die Nachbarschaft von S. Felice und den Kanal von Noa-
le. 
(Auch unter Einsatz des bekannten Opernguckerchens.) Vor allem aus den oberen Etagen: großartig! 


Länderausstellung Seychellen
Womit wir beim Thema wären: Schon von den Räumen der Mon-
golei und der Seychellen trifft der Blick ins Gebälk, überraschend. Und dann geht es weiter rauf über Hühnerleitern, unter enge Dachschrägen, vorbei an Verschlägen und den düsteren Videos von Mike Parr, Stege führen über das duftende Wrack der Untiefe und die mongolischen Installationen, hier oben ist es dunkel, die wenigen kleinen Fenster sind blind, keine Aussicht, nur Blick auf abgerissene Tapeten, Gemäuer, Balken, Bauschutt, geborstene Türen, hin und wieder eingefügt einzelne Exponate. Ein herrlicher Dachboden. Geradezu perfekt. Nämlich gestaltet von der Archi-
tektin
Florencia Costa. Ursprünglich für ein Projekt der Architek-
turbiennale 2014:
Who's Afraid of Architecture. Das muss man sich vorstellen! Ich bin begeistert von der Idee und ihrer Aus-
führung, der kreativen Nutzung dieses Dachbodenraums. Überzeugend.


Von dieser Dachbodenerfahrung (und den Stunden in den vielen Ausstellungsräumen) muss ich mich erholen und lege mich eine Etage tiefer in einer kleinen Bibliothek (hier stehen Mengen di-
verser Ausstellungsbände zum Mitnehmen 
in den Regalen, aber wer will diese Brocken schon mitschleppen?) auf eines der Sofas. Kopf auf die eine Armlehne, Fußgelenke auf die andere. Stille bis auf den strömenden Regen vor dem kleinen Fenster. Hier bleibe ich... bis jemand auf deutsch sagt "Huch, hier schläft jemand - Entschuldigung...!". Schönes Nickerchen im Palazzo Mora.

Länderausstellung Mongolei
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17. Juli 2015

Palazzo Barbaro und Azerbaijan

Treppeninstallation 
Azerbaijan ist kein armes Land und lässt es sich was kosten, seine Kultur zu präsentieren. Für den Länderpavillon der 54. Kunstbiennale 2011 wurden bereits Androne und Piano nobile des Palazzo Benzon am Canal Grande angemietet (die Original-
seite im www steht leider nicht mehr zur Verfügung). Sehr große Ausstellungsfläche, sehr verschiedene KünstlerInnen.



Treppenhof, Löweninstallation
Zur 55. Kunstbiennale 2013 gab es den Länderpavillon im Palazzo Lezze am Campo Santo Stefano und zusätzlich eine (mich sehr beeindruckende) Nebenausstellung im Arsenale "Love me, love me not". Veranstalter war die azerbaidjanische non-profit Institution für Gegenwartskunst YARAT (staatlich? oder doch kunstmarktorientiert? etwas rätselhaft...). 

In diesem Jahr gibt es den Länderpavillon wieder im Palazzo Lezze am Campo Santo Stefano auf 2 Etagen, "Beyond the Line" mit wunderbaren kraftvollen Bildern und Skulpturen, rappelvoll im Gegensatz zu vielen anderen Ausstellungen - aber noch eine zweite Ausstellung in der Ca' Garzoni am Canal Grande "Vita Vitale", die ich leider noch nicht gesehen habe, weil ich die 'hot spots' (sprich Rialto, Markusplatz, Bahnhof) nur notgedrungen ansteuere. Macht aber nichts, denn hier geht es um die 3. azerbaijanische Ausstellung (!), wieder 'kollateral' ausgerichtet von YARAT, und zwar im Palazzo Barbaro am Canal Grande.


Kachelofen im Portego
Die Ausstellung "The Union of Fire and Water" reflektiert 2 Männer: Giosafat Barbaro, den Reisenden aus Venedig und Murtuza Mukhtarov, den Ölbaron aus Baku; 2 Städte: Baku im Zentrum der aserbaijanischen Erdölfelder steht für Feuer, Vene-
dig im Zentrum der Lagune steht für Wasser; und 2 Gebäude: den
gotischen Palazzo Barbaro und den gotischen Palast in Baku, den Mukhtarov für seine Frau Lisa Tuganova bauen liess. 

Die "Einheit von Feuer und Wasser" führt in Form eines narra-
tiven Parcours beginnend im Innenhof durch die leeren Räume des Piano nobile, in denen mit Installationen und Filmen die 3x2 Ebenen verwoben werden.  Mehr Details sind unter dem Menü-
punkt Work in Progress zu sehen (und natürlich beim dringend empfohlenen Besuch der Ausstellung).



Detail der Bibliothek
Ich hatte zum ersten Mal die Gelegenheit, den Palazzo Barbaro zu sehen, wenn auch nur einen Teilbereich, aber ich war tief beeindruckt. Der Innenhof mit wunderbaren Kunstwerken wie dem byzantinischen Brunnen, die hohe Aussentreppe aus der Zeit, als Venedig noch keine Innentreppen kannte. 

Dieses Haus war nach dem Ende der Familie Barbaro Mitte des 19. JH zunächst unter den Spekulantenhammer geraten, dann aber an reiche amerikanische Mieter, die es restaurierten und zum Mittelpunkt ihres KünstlerInnenfreundeskreises des 19. JH in Venedig machten: John Singer Sargent, Daniel (und Ariana) Sargent Curtis, Henry James, James McNeill Whistler, Robert Browning, Claude Monet, Bernard Berenson, William Merrit Chase, Isabella Stewart Gardner, Edith Wharton, Charles Eliot Norton, Anders Zorn


Kaminaufsatz
Die schönsten Künstlerbilder des Palazzo Barbaro und seiner BewohnerInnen des 19. und frühen 20. JHs finden sich bei Isabella Stewart Gardner "Gondola Days" auch als Buch, nicht ganz billig, aber sehr lesenswert als Kunstband und Zeitdoku-
mentation
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Die Gelegenheit, das Haus zu sehen, darf man wirklich nicht vorübergehen lassen. Haltestelle Accademia, über die Brücke, hinter dem Palazzo Franchetti scharf rechts und am Kanal entlang gehen zum offenen Tor.



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11. Juli 2015

Isole in rete - Julitermin abgesagt, Mist

Individualtour Laguna Nord
Seit Anfang der Woche steht es schon im Kalender, aber die Situation verlangt natürlich nach alternativen Vorschlägen. Die Begründung der Absage ist eine diplomatische Formulierung der Tatsache, dass die bisherige, extrem preisgünstige Transport-
lösung durch die Laguna Nord bei der 2015 geplanten Nutzung des ÖPNV nicht funktioniert. Es gibt Probleme, die im Vorfeld nicht erkannt wurden... also es rechnet sich nicht, könnte man vermutlich undiplomatisch sagen.


Wie schade. 
Für 5 € den ganzen Tag durch die Laguna Nord zu schippern war ein Superangebot, aber für TouristInnen mit Mehrtagesfahr-
karten nicht das eigentliche Thema, sondern die Führungen, die Öffnung von schwer erreichbaren oder nicht zugänglichen Inseln, die Kompaktheit eines Lagunentags. 



Junge EngländerInnen auf Murano unterwegs mit ÖPNV

Hier kommen also Tipps für die sommerliche Reise in die nördliche Lagune.

Transport mit ÖPNV 

Aktueller Fahrplan Sommer 2015, mit dessen Hilfe man seinen Lagunentag planen kann.
Bei Bedarf rate ich für die Planung den Führer "Venedig und die Lagune" zu wählen, der die nördlichen Laguneninseln mit über 20 Seiten einbezieht. 
Dem aktuellen Linienplan (am besten reinzoomen) sind die In-
selanschlüsse zu entnehmen:

Insel S. Michele (Friedhof, Cimitero): 4.1, 4.2
Insel Murano: 3 (Direktfahrt von Ple. Roma), 4.1, 4.2, 7 (schnelle Verbindung von S. Zaccaria), 12, 13 (jeweils von Fon-
damente Nove), 18 (nur Sommerfahrplan von Lido), N (Nacht-
linie)

Insel La Certosa: 4.1, 4.2, 5.1., 5.2 Halt jeweils auf Anmeldung beim Bordpersonal bzw. Drücken des Knopfes an der Haltestelle
Insel La Vignole: 13, N
Insel Lazaretto Novo: 13, Halt nur auf Vereinbarung einer Führung am Wochenende
Insel Sant'Erasmo: 13, 18 (nur Sommerfahrplan von Lido bzw. Murano, nur Halt an Torre Massimiliana= Strand), N,
Insel Mazzorbo: 12, N
Insel Burano: 9 (von und nach Torcello) 12, 14 (von und nach Punta Sabbioni)
Insel Torcello 9 (von und nach Burano), 12 (nicht alle Fahrten halten auf Torcello)

Die große Lagunenrundfahrt geht wie folgt: Haltestelle S. Zac-
caria, am großen Terminal an der Pietà eines der mehrstöckigen Schiffe nach Punta Sabbioni nehmen, an der Endhaltestelle umsteigen in die 12 Richtung Fondamente Nove, mit Möglich-
keiten zu Seitensprüngen in Treporti, Burano, Torcello, Mazzor-
bo, Murano. Oder andersrum: Fondamente Nove-Punta Sabbi-
oni-S. Zaccaria.


Exkursionsboot Richtung Laguna Nord

Wer nicht selber planen, sondern dies kostenpflichtig einem Dienstleister überlassen möchte, kann zwischen Angeboten und Preisen wählen (ich habe diese Angebote NICHT selbst auspro-
biert, kann also nichts zur Quailität sagen):


Mitfahren auf einem Fischerboot ab Burano, Angebot der Cooperativa San Marco pescatori di Burano. Die Fischer bieten auch eine Überfahrt nach S. Francesco an.

Komplettangebote einer venezianischen Reiseagentur (Marco Santin) und zur Auswahl einer zweiten Venice Tours (die Aus-
wahl ist groß, diese beiden sprechen mich persönlich mehr an als andere, aber... siehe oben - keine Garantie).


Fahrt mit einem Bragozzo, dem fetten Lagunenarbeitsboot. Es gab in den letzten Jahren einige Angebote, z. T. wurden deren Websites schon länger nicht mehr aktualisiert. Dieses Angebot scheint aktuell zu sein.

WWF Venezia fährt ebenfalls mit einem Bragozzo durch die Laguna Nord, Informationen per Anruf oder Mail.

Sestante di Venezia reklamiert Nachhaltigkeit (im ökologischen Sinne) für seine Bootstouren.

Segeln in der Lagune mit Venezia in Vela. Exkursionen bitte anfragen per Mail oder Telefon.

KayakNatura und Venice Kayak bieten Kajaktouren in der Laguna Nord an, auf Wunsch sogar mit Übernachtung.

Ich würde sowas ja nie machen, aber es gibt auch die Möglich-
keit, die Laguna Nord per Fahrrad zu umrunden. Kein Exkurs-
ionsangebot, sondern der Bike-Fahrplan (kann man das so nennen?), falls es InteressentInnen auf meinen Blog verschla-
gen hat... 


Wer sich von mir auf einer Tour (mit ÖPNV) durch die Inselwelt begleiten lassen möchte: im Oktober bin ich wieder in Venedig, Anfrage unter dem Link ganz oben rechts.

Familientour Laguna Nord


Ältere Einträge zu den Themen Insel und Laguna Nord (dürften weitgehend identisch sein).

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8. Juli 2015

Kostenloses öffentliches Wasser in Venedig

Vera da Pozzo in Birí, Cannaregio
Die Attribute des Gegenwartstourismus sind
1. Kamera um den Hals um die Augen zu schonen (geguckt wird später auf dem Computerbildschirm),
2. PET-Wasserflasche in der Hand zur Verhütung des plötzlichen unerwarteten Dehydrationstodes.


(Auch sonst ist die Trinkwasserflasche so unverzichtbar gewor-
den, dass man herausfinden müsste, wie die menschliche Evo-
lution ohne 5-minütliche Wasserzufuhr überhaupt funktioniert hat.)


Die erste Hitzewelle des Sommers ist im Gange und weitere schwüle Wochen in Venedig stehen bevor, wirklicher Durst ist angesagt und damit Gelegenheit, auf die kostenlose öffentliche Trinkwasserversorgung in Venedig hinzuweisen. 

Die Rede ist NICHT von den "Vere da pozzo", den Brunnen-
köpfen, die unverwechselbar das Stadtbild prägen aber trocken liegen, seitdem Venedig mit Trinkwasser vom Festland versorgt wird. Ihre Zahl von ehemals 6000 ist dezimiert, die Steine schmücken seit dem 19. JH internationale Museen, edle engli-
sche Gärten oder private Skulpturensammlungen, vor einigen Jahren wurde sogar nachts eine vera da pozzo vom Campo S. Giobbe geklaut und über den anliegenden Kanal weggeschafft. Die ganze Schönheit und Vielfalt der noch vorhandenen vere da pozzo sind auf der Seite von Luisa Zanon zu bewundern.


Vielmehr geht es um die "Fontanelle" aus denen überall in der Stadt frisches und schön kaltes Trinkwasser fließt. Unter die man auch mal heiße Füße halten kann. (Denn wir wissen ja alle, dass man in venezianischen Kanälen die Füße nicht kühlen soll und vor allem WARUM.) An diesen ästhetisch vergleichweise beschei-
denen Brunnen wird die alte Tradition der Levante fortgesetzt, das lebensnotwendige Wasser öffentlich und kostenlos zur Ver-
fügung zu stellen. Dankenswerterweise kann man so 
in regel-
mäßigen Abständen seine Wasserflasche auffüllen.
 



Die Stadt Venedig veröffentlicht eine Karte mit allen Trinkwasserbrunnen. (Bitte sehr stark vergrößern.)  Auch unter fontanelle.org gibt es einen Plan, der sich ggfs. besser aus-
drucken lässt. Leider ist nicht jeder Brunnen, auf den man trifft, intakt. Aber mancher Campo gewinnt an heißen Nachmittagen oder warmen Sommerabenden ungemein durch das leise Dauer-
plätschern. So man sich die Zeit nimmt, es zu hören. 


Informationen zur Wasserqualtität 
Informationen zur Versorgungstechnik
Zum Problem der Plastikwasserflasche - unabhängig von ihrer Spontanentsorgung im nächsten Kanal (die sich eigentlich von selbst verbieten sollte, aber...da schwimmen sie ja leider!)

Fontanella am Campo dei Gesuiti, Cannaregio

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5. Juli 2015

Wildes und Trauriges aus Griechenland - Agrimika

Dimitris Siógos in seinem Geschäft in Volos.
Quelle: ΤΟ ΒΗΜΑ 3.5.2015
Nein, es geht nicht um die Tagespolitik in der dramatischen ersten Juliwoche 2015. Oder doch, auch, - die Künstlerin Maria Papadimitriou kommentiert in ihrem Werk und als Unterrichtende auch politische Themen, z. B.  der Integration und Exklusion, weshalb man ihre Installation "Agrimiká" auch auf die politische Zuspitzung in Griechenland beziehen darf. Ein Interview mit Maria Papadimitriou

In meinem Eintrag vom 2.2.2015 steht:
Griechenland* hält seinen Biennale-Auftritt im www unübersetzt. Naja. Im griechischen Pavillon in den Giardini stellt die Künstlerin Maria Papadimitriou aus, deren Seite bei Teverine Fine Art (ihrer Agentur?) bei dieser Gelegenheit mal aktualisiert werden sollte. Von 2013 ist ihre Beteiligung an der Biennale Thessaloniki und von 2005 sind Blogeinträge ihres Projekts T.A.M.A. 'Temporary Autonomous Museum for All'. Ich habe noch einen weiteren interessanten Blog Maria Papadimitrious gefunden. Der Titel ihrer Installation in Venedig übersetzt als "Why look at animals?" heißt auf griechisch Αγριμικα, "Häute", es handelt sich um die Darstellung einer Tierhäute/Leder/Pelzwerkstatt mit Häuten von Wildschweinen, Wölfen, Bären und Mardern, dazu gehörigen Werkzeugen; um die Auseinandersetzung mit der Jagd und dem Töten von Tieren und den fragwürdigen und ambivalenten Beziehungen zwischen Tier und Mensch und umgekehrt. gehörigen Werkzeugen; um die Auseinandersetzung mit der Jagd und dem Töten von Tieren und den fragwürdigen und ambivalenten Beziehungen zwischen Tier und Mensch und umgekehrt. 
*Die Seite unter diesem Link wurde inzwischen ausgetauscht.
(Ähem, jede/r schreibt, was er/sie versteht und blamiert sich so gut er/sie kann.)



Mittlerweile hat das Projekt Agrimiká eine Website und es gibt einen netten Blogeintrag auf Skopelosnews, der das Geschäft "Dérmata Malliá Agrimiká" in Volos im Original zeigt, das jetzt komplett im griechischen Pavillon aufgebaut ist, und ein weiteres Foto plus Lagebeschreibung.
Dérmata - Häute, Malliá - Felle, Agrimiká - ist eigentlich kein korrektes griechisches Wort. Das Agrími ist auf Kreta die Be-
zeichnung der ausschließlich dort vorkommenden Wildziege, die von Nikos Xilouris als 'Agrimia agrimakia mou' besungen wurde/wird. 


Αγρίμια κι αγριμάκια μου,
λάφια μου μερωμένα,
πέστε μου πού'ναι οι τόποι σας,
πού'ναι τα χειμαδιά σας;

Γκρεμνά 'ναι εμάς οι τόποι μας,
λέσκες τα χειμαδιά μας,
τα σπηλιαράκια του βουνού
είναι τα γονικά μας.- 



Ihr meine Wildziegen und Lämmer,
meine gezähmten Hirsche
sagt mir wo eure Plätze sind,
wo eure Winterquartiere sind.

Unsere Plätze wurden uns niedergerissen,
Unsere Winterquartiere sind Schluchten,
die Höhlen in den Bergen 
sind unser Elternhaus.

Im restlichen Griechenland wird "Agrimi" als unspezifischer Sam-
melbegriff benutzt für Wildtiere, allenfalls noch für einen unbe-
herrschten Menschen oder ein wildes Kind. Die griechische Sprache lässt eine Menge Kreativität zu und 'Agrimiká', also so-
zusagen "Wildes" verwendet der über 80jährige Dimitris Siógos für die Tiere, die der Fellverwertung "zufielen", Tiere, die nie-
mandem "gehören" und keinem "Nutzen dienen" wie domesti-
zierte Tiere. 


Dimitris Siógos hat diesen Beruf nicht gewählt, auch er "fiel ihm zu" als jungem Mann nach dem 2. Weltkrieg und dem darauf folgenden Bürgerkrieg, er nahm die Stelle 1947 an und führte das Geschäft nach dem Tod des Inhabers weiter. Was mit heutigen Augen betrachtet arm, aber exotisch wirken könnte, war Mitte des letzten Jahrhunderts ein ordentliches Geschäft mit einem anständigen Büro. Wer meint, ein bizarres Kunstwerk zu sehen, irrt, hier ist ein langes Arbeitsleben ausgestellt, das in seinen Details die griechische Geschichte dieser langen Zeit reflektiert. Was wir nicht sehen, nicht erkennen, oder mangels Sprachkenntnissen nicht erfahren können, erzählt Dimitris Siógos, wenn er seine Arbeit beschreibt, die kurzlebigen Pelz-
moden, seine Freizeitvergnügen - und den Niedergang des Pelzgeschäfts lange vor der "Krise" und die "Krise" selbst. Er erzählt gelassen und ohne Larmoyanz, die Geschichte wird für die ZuhörerInnen immer trauriger, mir kommen die Tränen, aber er scheint zu ruhen in der stillen Heiterkeit seiner fortgeschritte-
nen Tage. Wenn ich in diesen Tagen die Ruhe der GriechInnen sehe, ihre Unaufgeregtheit angesichts ungewisser Zukunft, sehe ich Dimitris Siógos in seinem alten Laden als Leidensgenossen und Vorbild.

Teile der Erzählung von Dimitris Siógos kann man hier nachlesen (auf griechisch)

Zum Thema Kunst in den Zeiten der Krise verlinke ich hier zu einem Artikel der TAZ "Respekt ist nicht das richtige Wort", ein Interview mit der griechischen Kuratorin der Biennale Thessalo-
niki, Katerina Gregos (die auch den belgischen Pavillon der Biennale in Venedig kuratiert), der Aktualität halber. (Artikel vom 1.7.2015)



Zur heutigen Volksabstimmung gratuliere ich den GriechInnen zum


 Συγχαρητηρια!

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1. Juli 2015

Venedig 2015 - Kulturtermine - 2. Halbjahr


Hier ist der Anschluss zu den 
Kulturterminen des 1. Halbjahres 
Sie sind teilweilse auch im 2. Halbjahr gültig. 
Termine werden laufend ergänzt.
Alle Fotos: Biennale 2015



Ausstellungen/Museen

MUVE - Städtische Museen Venedig Aktuelle Programme
1.8.: Sommerprogramm; außerdem: Rousseau-Ausstellung nochmal verlängert bis 6.9.

Accademia - Museo Palazzo Grimani - Ca' d'Oro Aktuelle Programme

Peggy Guggenheim Collection  Aktuelles Programm

Seit Juni 2014, zunächst befristet bis August, dann November 2014, jetzt aber wieder (und sehr erfreulich!) bis 30.11. ver-
längert: 
Glas Tea House Mondrian auf S. Giorgio Maggiore. (Siehe auch Kurzbericht vom 13.7.2014). Eintritt frei, Eingang gegenüber dem Ausstellungsgebäude Stanze del Vetro.

3.5.-31.10. Aquae Venezia 2015, eine kollaterale Veranstaltung im Forte Marghera zur EXPO Milano 2015. Beide Veranstaltung sind unter dem Stichwort "Ausstellung" nicht angemessen be-
schrieben, aber wen die verschiedenen Veranstaltungen inte-
ressieren, wird sich durch die Angebote (hier auch auf deutsch) klicken. 


9.5.-22.11. 56. Kunstbiennale Venedig, siehe auch Einträge im Label Biennale 2015

9.5.-23.8. Casa dei Tre Oci: "Future Histories", Installationen von Mark Dion und Arseny Zhilyaev. Eintritt 7 €, Haltestelle Zitelle.

9.5.-13.9. Fondazione Prada, Ca' Corner della Regina, Sommer-
ausstellung "Portable Classics". 
Die Ausstellungen im Ca' Corner della Regina empfehlen sich schon wegen des beeindruckenden Palastes. Eintritt bisher 10 bzw. 12 €, wenn ich mich richtig erinnere.

9.5. Accademia, Eröffnung 5 neuer Räume des restaurierten Komplexes 

13.5.-31.10 Palazzo Zorzi in Castello, Sitz der UNESCO in Venedig, Interaktive Ausstellung "Exploring the Venice Lagoon", Haltestelle S. Zaccaria.

14.5.-12.7. Palazzo Malta, Sitz des Großpriorats des Malteser-
ordens Lombardei und Venedig, "Una Figurazione Illuminata" in der bisher geschlossenen, nun renovierten KircheSan Giovanni Battista dell'Ordine di Malta a Venezia. Eine Gelegenheit, die Kirche und ihre Kunstwerke zu sehen allen voran "Die Taufe Christi mit dem Stifter Prior Sebastiano Michiel" von Giovanni Bellini.

Es scheint, dass für die Dauer der Ausstellung auch der Zutritt zu dem sehr großen Komplex der Malteser gewährt wird, der einen großen Garten enthält. 
Täglich außer Montag 11-19 Uhr. Haltestelle S. Zaccaria, auch Celestia ist möglich.

28.5.-21.7. Palazzo del Seminario Patriachale, Reflective Landscape. Eine Fotoausstellung im Kreuzgang des Priester-
seminars zwischen der Salutekirche und dem Ausstellungs-
gebäude der Dogana. Der Besuch ist sehr zu empfehlen, denn außer zur Bibliotheks- und Archivnutzung ist diese Tür normaler-
weise nicht für BesucherInnen geöffnet. Kostenlos. Haltestelle Salute.


30.6.- 31.10. Arsenale Nord, Tesa 105 "Through Waters". Visualisierte Wasserwelten - Ausstellung der Expo 2015 zu unbekannteren Bereichen und Themen der venezianischen La-
gune. Haltestelle Bacini, von da aus ausgeschilderter Fussweg. 


30.6.-31.10. noch eine Ausstellung im Arsenale Nord "Arsenale '900: Momenti, Vicente, Protagonisti", eine Fotoausstellung über das 19. JH des Arsenale. Spannend. Anreise wie oben. 


1./11.7.  2 Ausstellungen in Cannaregio: Ca'Zanardi und Venice Art House "Self Identities". Eintritt frei. Das Art House kenne ich nicht, die Ca'Zanardi ist unabhängig von der ausgestellten Kunst interessant zu sehen. Haltestelle Ca' d'Oro, den Weg zwischen beiden Ausstellungen kann man leicht zu Fuss zurücklegen.

3.-13.7. Bibliothek Hugo Pratt, Lido, Ausstellung "CORTO where are you?" Für Fans von Corto Malterse die, wie ich, die Einstellung der Casa di Corto Maltese bedauern und andere Interessierte. Via Sandro Gallo 136 b

5.7. Erster Sonntag im Monat - Museen eintrittsfrei!

18.7.-27.9. Palazzo des Malteserordens "Fragmente einer wiedergefundenen Welt". Zeichnungen des Architekten und Künstlers Igino Marangon. Und Gelegenheit, den neu renovierten Palazzo zu besuchen. 

13.9.-10.1.2016, Stanze del Vetro auf S. Giorgio Maggiore, Fulvio Bianconi (1915-1986), Werke aus der Zusammenarbeit mit der Glaskunstwerkstatt Venini auf Murano in den 50er Jahren des 20. JHs. Weitere Informationen dazu finde ich noch nicht. 

26.9.-14.2.2016 Dogenpalast, neue Ausstellung "Wasser und Nahrung in Venedig". (Ist nicht im Rundgang und Dogenpalasteintritt enthalten; kann auch separat besucht werden.)



Führungen

April bis Ende Oktober Lazzaretto Nuovo. Die Saison ist wieder eröffnet, man kann sich wieder für Führungen an den Wochen-
enden anmelden. Siehe auch 
Label Lazzaretto Nuovo.

25./26.7., 26./27.9.  Isole in Rete - Inseln im Netz. Das wunder-
bare Wochenende, an dem die Inseln der Laguna Nord "Offene Tür" haben, extrem preisgrünstige Bootstransporte zwischen den Inseln angeboten werden und viele interessante Führungen. Die Programme werde ich jeweils kurzfristig verlinken. 

6.7.2015: der Termin 25./26.7. ist abgesagt. Der Septembertermin bleibt bestehen.

2.7., 9.7., 16.7., 25.7. Abendführungen im Arsenale. Fortset-
zung des sehr erfolgreichen Angebotes von 2014. An jedem der Abende 2 Führungen für maximal 40 Personen um 20:00 und 20:30 Uhr. Anmeldung per Mail an liberoe.miti@marina.difesa.it o vito.paladini@marina.difesa.it 
 bis zum jeweils vorherigen Tag 16:00 Uhr, das Foto/der Scan eines gültigen Ausweises muss angefügt sein. Quelle: Newsletter auf meine Mailadresse, Link nur über diese Marineseite 

2.7.-11.9. Palazzo Grimani: kostenlose Sommerführungen. Sehr sehr erfreulich, dass es diese Führungen auch in diesem Som-
mer wieder gibt. Sie werden durchgeführt von den Mitarbeiter-
Innen des Museums Palazzo Grimani, heißt von hochqualifizier-
ten Fachleuten, in der Regel KunsthistorikerInnen/ Historiker-
Innen oder vergleichbarer Ausbildung. Für Museumsbesucher-
Innen mit gültiger Eintrittskarte donnerstags um 10:30 und freitags um 16:30 Uhr. Jeweils in italienischer Sprache außer Do, 116.7. 10:30 und Fr 31.7.16:30 Uhr. Neu: Einladungstext auf englisch.

Es gibt möglicherweise auch im August und September englischsprachige Führungen, bitte auf der Website nachsehen.

19.7. Bersuchtstermin des Lazzaretto Vecchio, das ja nicht an jedem Wochenende geöffnet ist wie das Lazzaretto Nuovo. Anmeldung über Lazzaretto Novo, siehe oben erster Punkt unter "Führungen".

25.7.-27.9. Sommerprogramm des Museums Torcello, zum Teil kostenlos, z. B.
8.8., 17:30 und 18:30 Uhr kostenlose Museumsführung und 21:45 Uhr Sternenwanderung mit einem Fachmenschen, der den Sommersternenhimmel erklärt. 23:30 Uhr gemeinsame Rückfahrt nach Fondamente Nove. Hinfahrt mit Linie 12 ab Fond. Nove. Anmeldung erforderlich über
torcello.eventi@provincia.venezia.it; ggfs. Rückfragen zu Bürozeiten unter 041-2765001.

9.8.  Ca' Roman  Beobachtung des Sternenhimmels und
12.8. freier Strand S. Nicolò Lido Beobachtung des Sternenhimmels 
Angebot der Astrofili Veneziani (bitte auf das Plakat 'Ambiente e Cultura' klicken). Dort sind auch Telefonnummern zu sehen, unter denen weitere Informationen erhältlich sind. Teleskope werden zur Verfügung gestellt. Hier gibt es eine weitere Ankündigung "The Night of the Stars".
Die öffentlichen Sternenbeobachtungen auf der Piazzetta "Stelle in Laguna" der letzten Jahre wurden in diesem Jahr bisher nicht angeboten, schade. Vielleicht noch im Herbst, wenn die Tage wieder kürzer werden? 

2.-4.10. Wigwam Club Venezia: Venezianisches Gartenfestival 2015. Programm liegt noch nicht vor, wird nachgeschoben.

12.-15.11. Architektur-Exkursion, Angebot des Fördervereins Bundesstiftung Baukultur e. V.  Mit der Architektin Anabel Gelhaar, Koautorin des Venedig-Architekturführers 'Bauten und Projekte nach 1959' (siehe Buchempfehlung vom 9.6.2014)



Musik

Teatro La Fenice Terminkalender

2.-5.7. Chorkonzerte in S. Marco, S. Salvador und im Teatro Goldoni im Rahmen des Claudio Monteverdi Chor Wettbewerbs 2015.

3.7.-27.9. Jährliches Festival für geistliche Orgelmusik Gaetano Callido in verschiedenen Kirchen; Programm 

3.7.-8.11. Venice Music Project, Kirche S. Giovanni Evangelista (gegenüber Scuola S. Grande di S. Giovanni Evangelista)  Programm JuliProgramm AugustProgramm September;Programm OktoberProgramm November.

8.7. Teatrino hinter dem Palazzo Grassi: Venezianische und türkische Musik des 17. und 18. JH.

11.-26.7. Venezia Jazz Festival Programm
17.7. 19:30 Uhr Teatrino hinter dem Palazzo Grassi Oren Lavie im Rahmen des Venezia Jazz Festival 2015. Haltestelle S. Samuele
15., 17., 20., 24.7.  jeweils 20:00 Uhr Conservatorio Benedetto Marcello: Konzertreihe "Maree Sonore" im Rahmen des Venezia Jazz Festival 2015. Haltestelle Accademia
19.7. 20:00 Uhr Teatro La Fenice: Ute Lemper im Rahmen des Venezia Jazz Festival 2015. Haltestelle Sant'Angelo, Giglio, Vallaresso
22.7. 21:00 Guggenheim Peirani und Parisien im Rahmen des Venezia Jazz Festival 2015. Haltestelle Accademia

17.9. Redentore Kirche 20:30 Uhr: Geistliche Musik zum Redentorefest; Monteverdi, Händel, Scarlatti. Eintritt frei. Haltestelle Redentore

7.9.-21.11. Chiesa di San Rocco Konzertprogramm Herbst 2015
Haltestelle S. Tomà, dann ausgeschildert




Theater/Tanz/Film

27.6.-10.7. zum 4. Mal Venice Open Stage Internationales Theaterfestival der Universitäten und Hochschulen auf dem Campo S. Sebastiano. Programm.
Haltestelle S. Basilio Linien 2, 5.1, 5.2, 6


15. + 17.5. Teatro La Fenice: Gustav Mahlers 3. Symphonie von John Neumeier

16.7.-2.10. Teatro Goldoni: Der Diener zweier Herren von Carlo Goldini. Ermäßigte Preise für Jugendliche. In italienischer Sprache mit Untertiteln in englisch und französisch. Haltestelle Ca' Rezzonico oder S. Tomà, dann weiter Richtung Frari.

30.7.-9.8. Biennale Theater Terminkalender
Verleihung des Goldenen Löwen an Christoph Marthaler am 30.7. im Teatro alle Tese


2.-12.9. Film Biennale 
Bewerbung um ermäßigte Dauerkarten für Junge (bis 26) und Alte (ab 60)




Traditionsveranstaltungen

10.5.-21.11. Kirchweihfeste in Venedig und der Lagune
4.-12.7. Programm der Festa Madonna di Marina in Malamocco

10.-19.7. Chioggia: 78. Sagra del Pesce; Fischspezialitäten (und Begleitprogramm) täglich ab 19:30 Uhr in Restaurants aber vor allem an den Fischverkaufsständen auf der zentralen Straße, auf die man direkt von der Vaporettohaltestelle trifft. (Ich selbst war noch nie abends in Chioggia und empfehle deshalb die Verfügbarkeit der Linie 11 (Bus bis Pellestrina Ende) und von dort des Vaporetto nach Chioggia zu prüfen. Siehe ÖPNV 2015)

  18./19.7. Redentorefest. Dazu informiert jeder gute Reiseführer - ich war noch dabei und kann leider nicht berichten. Programm (naja, das eigentliche Programm ist das, was die Bevölkerung veranstaltet...), aber ohne Boot geht nichts.




Vorträge/Workshops

Februar bis November 2015 feiert die Biblioteca Nazionale Marciana das Aldo-Manuzio-Jahr. Vor 500 Jahr starb Aldo Manuzio, venezianischer Drucker und Verleger griechischer literarischer Werke der Antike. Es werden interessante  Veranstaltungen angeboten, teilweise auch für Gruppen. Anmeldungen erforderlich. An der Piazzetta gegenüber dem Dogenpalast.

Archäologiecamps bei den Grabungen auf der Insel Lazzaretto Nuovo im Juli und August 2015 

12.-15.11. Architektur-Exkursion, Angebot des Fördervereins Bundesstiftung Baukultur e. V.  Mit der Architektin Anabel Gelhaar, Koautorin des Venedig-Architekturführers 'Bauten und Projekte nach 1959' (siehe Buchempfehlung vom 9.6.2014)





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