1. Mai 2016

Biennale 2016 - Zusätzliches und Besonderes


Jenseits von Giardini und Arsenale sind Architekturbiennalen etwas kleiner als Kunstbiennalen. Besondere Ausstellungsräume und sitespezifische Ausstellungen in der Stadt sind ebenso wie Nebenausstellungen (die sogenannten Collaterals, in diesem Jahr auch "a latere" genannt) etwas dünner gesät. Man stolpert nicht an jeder Ecke über ein rotes Biennalelogo, umso wichtiger sind Übersicht und Plan.

Zum ersten Mal setzt die Biennale nicht einfach nur eine Liste der collateral events auf ihre Website, sondern liefert ordentliche Links selber (heißt, überlässt das nicht bienenfleißigen BloggerInnen), und zwar schon am 15. April, alles sehr löblich. 
Damit ist der Punkt "Zusätzliches" fast schon abgearbeitet. Da ich alle Links auf Blindgänger getestet habe (bienenfleissig!), hat sich Ergänzungsbedarf ergeben. Sie erfolgen hier in der Reihenfolge der Nennung auf der Biennaleliste: 

"Across Chinese Cities - China House Vision" 
Beide Links funktionieren nicht. Unter dem Titel "Across Chinese Cities" gab es bereits auf der Biennale 2014 eine kollaterale Ausstellung im Arsenale. Groß, beeindruckend, aber für mich rätselhaft. "China House Vision" scheint eine andere Sache zu sein, nämlich das Ergebnis eines Seminars und mit Sicherheit auch kleinformatiger aufgrund der Location. 
Der geheimnisvolle Ausstellungsort TBC: keine Krankheit, sondern das Tibetische Buddhistische Meditationszentrum.

"Branding Islands Making Nations"
Beide Links scheinen nicht zu existieren. Googelnd findet sich natürlich viel zum Thema Geopolitik, aber nichts Aktuelles zur Vertikalität, das ich mit dieser Ausstellung in Verbindung bringen könnte.

"Gangcity" 
Der Link unter diesem Titel funktioniert nicht, statt dessen habe ich ein niederländisches Computerspiel gefunden. Naja. Das kann es wohl nicht sein.

"Made in Taiwan - Common Construction"
Der Link des National Taiwan Museum of Fine Arts, das für die Ausstellung verwantwortlich zeichnen soll, funktioniert nicht. Vielleicht nur vorübergehend? Ich habe in vielen Jahren nicht erlebt, dass im Palazzo delle Prigioni keine taiwanesische Ausstellung stattgefunden hätte, lassen wir uns also überraschen. Wird ggfs. ergänzt.

"Sarajevo now - People's Museum"
Der Link funktioniert nicht. Es gibt einen Facebookaccount auf diesen Titel (weiterlesen bis zum englischsprachigen Teil), der darauf hinweist, dass es beim 'People's Museum' von Sarajevo um das Historische Museum von Bosnien und Herzegowina geht, das seinerseits historische Bedeutung im Bosnienkrieg 1992-1995 und seiner internationalen Rezeption erlangt hat. (Siehe auch NZZ 19.8.2015 'Der Anfang vom Ende?')

"Senza Terra - Without Land"
Es gibt erst seit wenigen Tagen einen Link zu diesem Projekt, das wohl eher als ein Denkmal der Heimatlosigkeit und Entwurzelung gelten soll. Eine Bank im Park von S. Servolo, ein Ballon in Stellvertretung unseres Planeten und viele Namen von beteiligten KünstlerInnen als UrheberInnen dieser sehr schlichten Idee - geht es um die InitiatorInnen oder um das Thema?!

"Strategems in Architecture: Hong Kong in Venice"
Die beiden ersten Links sind (für mich) nicht Erkenntnis fördernd, der 3. Link informiert.

"The Forests of Venice"
Link funktioniert nicht. Es gibt allerdings seit dem 29.4. einen informativen Ersatz.

"Time Space Existence"
Der vorhandene Link führt zur Ausstellung, die der gleiche Veranstalter (Global Art Affairs Fondation) anlässlich der Kunstbiennale 2015 im Palazzo Mora zeigte. Bitte auf 'Events' klicken, um zur Ausstellung 2016 zu kommen.


Giardini im April 2016

Kommen wir zum Punkt "Besonderes".

Drei Spezialprojekte sind Teil dieser Biennale. Alle drei sind hochinteressant und vermutlich zeitaufwändig für NormalbesucherInnen. Ich bin ab 27.5. in Venedig und werde berichten.

Bericht aus Marghera und anderen Häfen findet im Forte Marghera statt, Genaueres (?) wird man sehen. Anreise mit ÖPNV, ob es eine eigene Biennaleshuttle geben wird, weiß ich bisher nicht (wird ggfs. ergänzt). Ich gehe davon aus, dass das Hafenropjekt in Marghera kostenlos ist wie die anderen Nationen- und Nebenausstellungen in der Stadt.

Eine Welt zerbrechlicher Teile
Im Projekt "A World of Fragile Parts" wird in Kooperation mit dem Victoria and Albert Museum London der Erhalt der Stätten des kulturellen Welterbes thematisiert. Im Arsenale, Sale d'Armi A. Auch in direkter Nachbarschaft, im türkischen Pavillon, geht es um ein ähnliches Thema, die Rekonstruktion von Schifffahrtstechnologie.
Sehr spannend! Mehr Details: "The Other Nefertiti"; "Ordinary lands Venice Biennale collaboration with V&A

Bericht aus Städten: Konflikte eines urbanen Zeitalters
Ein Kooperationsprojekt, ebenfalls in den Sale d'Armi im Arsenale, beteiligt sind die London School of Economics, die Deutsche Bank (Alfred Herrhausen Gesellschaft), Habitat III und die Biennale Venedig. 


Fondation Wilmotte, Ausstellungsraum
Eine Architekturausstellung ohne Verknüpfung mit der Biennale löst die letzte Dauerausstellung der Fondation Wilmotte in Cannaregio ab: die GewinnerInnen des Prix W 2016; (mehr dazu). Der Umbau einer alten Lagerhalle an der Sacca della Misercordia (Eingang durch den Vorgarten neben der alten Scuola della Misercordia) in einen schönen funktionalen Ausstellungsraum mit viel Oberlicht ist immer eine Besichtigung wert. 

Eine Kunstausstellung zum Thema Flucht, das ja in den Biennalebeteiligungen breit angesprochen wird, gibt es auch im Klosterbereich der Insel S. Giorgio Maggiore (also nicht im Komplex der Fondazione Cini): "Refugios" von Antonio Girbés. Der Künstler hat auch venezianische Themen bearbeitet, hier auf der Seite von Venice in Peril. Klostereingang an der Marina-Seite der Insel.

In den Austellungsräumen der Salzmagazine kurz vor der Spitze Dorsoduros gibt es die Architekturausstellung "Spaces of Exceptions" 25.5.-31.7. und 1.9.-30.9.2016 und Performances/ Diskussionen an den Tagen der Biennaleeröffnung. 


Neue Außentreppe der Scuola Grande della Misericordia
Nachdem die Scuola Grande della Misericordia vor wenigen Tagen nach ihrer Restaurierung wieder eröffnet wurde, steht laut mehreren Presseinformationen eine bisher nicht näher bezeichnete Ausstellung, vermutlich kurzfristig Kollaterales oder Kunst, dort an. Ich finde bisher kein Detail dazu, wird nachgereicht. Die Gelegenheit, das frisch renovierte Gebäude inklusive seiner beeindruckenden neuen Außentreppe zu besichtigen, sollte man sich nicht entgehen lassen. 

Weitere Öffnungen von Gebäuden, die sonst dem Publikum verschlossen sind, bieten die Nebenausstellungen leider nicht. Die Ca' Tron am Canal Grande ("Branding Islands Making Nations", ohne Link) ist ein Universitätsgebäude, dessen Garten man auch zu anderen Zeiten besuchen kann; Ausstellungen hier gab es bisher nur im Androne, Zentralraum des Wassergeschosses, auch hier kann man normalerweise eintreten.
Im großen Palazzo Zen beim Campo dei Gesuiti finden seit einigen Jahren kollaterale Ausstellungen statt, und zwar chinesische, jetzt "Sharing & Regeneration" (noch keine weiteren Informationen unter dem Link auf der Liste). Zur Verfügung stehen nur Teile der fensterlosen Räume (bis auf eine kleine Klappe zur Fondamenta) im Erdgeschoss. Schöne alte Ziegelmauern, renovierungsbedürftig, keine Besichtigung des sicher beeindruckenden Palazzo (der in Teilen zur Vermietung steht).

Allerdings gibt bei den nationalen Präsentationen noch wenige Locations, die einen Besuch empfehlenswert machen.
Armenien stellt zum ersten Mal in der Kirche S. Croge degli Armeni aus, nahe bei der Piazza, in ehemaligen armenischen Nachbarschaft Venedigs.
Cypern und Montenegro stellen wieder im Palazzo Malipiero aus, in den niedrigen Räumen mit krummen Treppen, in denen noch Mauerteile des ersten Gebäudes des 14. JH zu entdecken sind.
Luxemburg findet sich wie immer in der Ca' del Duca (siehe auch Eintrag vom 30.8.09.). Mit Glück hat man aus den Parterreräumen einen schönen Blick auf den Canal Grande und die eine alte Säule, deren Fresken erhalten sind. Hier zwischen Palazzo Malipiero ist die Nachbarschaft des jungen Giacomo Casanova, hier fand er seinen ersten Förderer, hier stand das Haus seiner Großmutter und an der Stelle des großen Schulgebäudes das Theater Grimani, in dem seine Mutter auftrat.
Neusseland, das jeden Jahr mit seinen Locations überrascht, stellt dieses Mal im Palazzo Bollani aus, in der ehemaligen griechischen Nachbarschaft Venedigs. Wenige Schritte hinter der Pietàkirche.
Die Ausstellung Portugals führt uns auf den Campo di Marte auf der Giudecca zu den Wohnblöcken der 2000er Jahre von Aldo Rossi und Àlvaro Siza (siehe weiter unten Buchhinweis "Architekturführer Venedig". Haltestelle Zitelle, dann geradeaus Richtung Südufer der Insel.
Die Baltischen Staaten stellen in der Sporthalle Palasport neben dem Arsenale aus. Eine Location von mäßigem Interesse, eine moderne Sporthalle eben.

In der Torre Massimiliana auf S. Erasmo findet (weder national noch kollateral) die Ausstellung des Projekts LACUNA/AE, auf dessen Crowdfinanzierung ich kürzlich in einem Blog hingewiesen habe. Achtung: der Pfeil sitzt auf der Website von LACUNA/AE an der falschen Stelle, da ist der Turm NICHT. Er ist HIER zu sehen, inkl. weiterer Informationen auch zur Restauration etc. 
Nochmal Achtung: im Sommer gibt es eine zusätzliche Ferienlinie der ACTV vom Lido nach S. Erasmo (quasi zum Strand), die direkt beim Turm hält. Man spart sich damit den Fussweg von S. Erasmo-Capannone. Der Fahrplan wird im Juni bekannt gemacht und hängt dann auch in den Haltestellen aus. 


Ansonsten empfehle ich für den Biennalebesuch wie immer den Erwerb der Zeitschrift VENEWS (Juni-Ausgabe) mit der hilfreichen Anlage zur Biennale - alle Ausstellungen, ordentliche Pläne, Events in italienischer und englischer Sprache, natürlich massig mitgekaufte Werbung aber auch weitere nützliche Tipps für den Venedigaufenthalt. Die Biennale-Anlage THE BAG wird zur Vernissage kostenlos verteilt an den Biennale-Eingängen Giardini und Arsenale.

Wer sich als Architekturfachmensch einen architekto-
nischen Rundgang durch Venedig wünscht, findet seit Ostern ein kompetentes Angebot. Anabel Gelhaar, Co-Autorin des Buches "Architekturführer Venedig" begleitet als 'Guiding Architect' Einzelpersonen und Gruppen zu architekturbezogenen Themen.


Ich selbst biete private Begleitungen an, am liebsten themenzentriert in einzelnen Stadtteilen, zu Palazzi, Kirchen, Klöstern, Gärten, Friedhof, mit aktuellen Bezügen aber vor allem mit vielen historischen Details und Zusammenhängen. Für Einzelpersonen, sehr gerne Familien mit Kindern, nach vorheriger Absprache. Anfragen erreichen mich per Klick oben rechts, mein Vorschlag folgt umgehend.

Haltestelle Biennale
Matteo lo Greco 'La Strega'


Siehe auch Eintrag vom 15.4.: 15.  Biennale für Architektur - Vorschau


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20. April 2016

Löwenpflege live

Im November 2015 trägt der Löwe ein Ganzkörperhaarnetz

Der Markuslöwe über der Scala dei Giganti des Bildhauers und Architekts Antonzio Rizzo im Innenhof des Dogenpalast wird restauriert. Beteiligt sind die Firmen Fondaco und Lares, mit Sponsorenmitteln (Coop) wurde eine 





eingerichtet und jetzt können wir die Sache aus der Nähe miterleben. Die Restauratorin hält die internationale Beobachtung hoffentlich aus. Danke für dieses schöne Angebot!

(Wer im Dunkeln auf die Webcamseite geht, sieht nichts - mit einen Klick auf 'Time lapse' kann man statt der Arbeitsbeobachtung den ganzen vorherigen Tag durchrasen lassen.)




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15. April 2016

15. Biennale für Architektur - Vorschau



In 6 Wochen eröffnet die 15. Biennale für Architektur. Direktor ist der chilenische Architekt Alejandro Aravena, der soeben den Pritzker Preis erhielt. (Mehr Links zu seiner Person weiter unten im Text.) Seine zentrale Ausstellung trägt den Titel "Reporting from the Front" (mehr Links dazu ebenfalls weiter unten im Text).


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Das wunderbare Titelfoto der Ausstellung zeigt die deutsche Mathematikerin Maria Reiche (1903-1998) bei der Arbeit an ihrem Lebenswerk, der Vermessung und dem Studium der Nasca-Linien in Peru. Das Foto wurde aufgenommen von Bruce Chatwin, dem bekannten britischen Reiseautor und veröffentlicht in "Far Journeys - Photographs and Notebooks". 



Über seine Begegnung mit Maria Reiche berichtet er in "Was mache ich hier" (1993) auf 14 Seiten "Maria Reiche: Das Rätsel der Pampa" (1975):
"Fast vierzig Jahre lang hat sie den größten Teil ihrer Zeit in der Wüste verbracht. Sie nächtigt allein auf einem Bett aus Steinen im Freien, denn es regnet so gut wie nie. Sie hat eine verbrannte, runzlige Haut, wie sie jenen Menschen eigen ist, die  in trockenen Gegenden Leben. Sie ist über einen Meter achtzig groß. Obwohl sie so dünn ist, hat sie gerade, muskulöse Beine. "Auf die eigenen Beine kann man sich immer richtig verlassen." Ihr blondes Haar hat sich in ein strähniges Weiß verfärbt, aber ihre blauen Augen sind klar und lebhaft, und ihr Gesichtsausdruck, der teilweise ziemlich grimmig sein kann, verrät mädchenhafte Naivität und Lebenslust. "Ich spüre die ganze Zeit, wie Dinge in mir keimen. Und das in meinem Alter! Dagegen war ich als junges Mädchen sehr unproduktiv."
...
1968 veröffentlichte sie ein kleines illustriertes Buch über die Pampa mit dem Titel "Geheimnis der Wüste". Sie ließ es selbst drucken und kümmerte sich um den Vertrieb. "Kein Verleger wird aus meinem Schädel Champagner trinken." Das Buch lockte Besucher aus aller Welt an, und seither sind sie und die Pampa so etwas wie eine peruanische Institution geworden." 


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Hier folgt eine Vorschau auf die kommende Biennale mit der Hilfe von Links zu Medienartikeln bzw. Newslettereinträgen, die sich seit Monaten in den Lesezeichen meines Rechners angesammelt haben. Uninformatives, Wiederholungen, zuviel Werbung oder nationales Marketing habe ich versucht zu vermeiden. Die Links sind nicht wie bei früheren Listen nach Datum, sondern alfabetisch nach Ländern sortiert. Die meisten Artikel bzw. Pressemitteilungen kommen in englischer Sprache, vereinzelt bisher "nur" in Originalsprachen (wie z. B. dänisch und rumänisch). 
Texte zur zentralen Ausstellung gab es bisher nur wenige. Im Laufe der nächsten 6 Wochen werde ich die Vorschau regelmäßig ergänzen und mit diesem Blogeintrag vermutlich eine ziemlich komplette Aussicht auf die Biennale bieten. Bisher (also heute, 15.4.) fehlen nähere Informationen zu 14 teilnehmenden Ländern.

Ein Eintrag zu 'kollateralen' Ausstellungen und besonderen Ausstellungslocations folgt in Kürze.

Alle Fotos dieses Eintrag sind von der 14. Architekturbiennale 2014.




Artikel zu nationalen Präsentationen

o. D.        Ägypten
10.12.15  Albanien
15.02.16  Argentinien
11.04.15  Australien
31.03.16  Australien
08.04.16  Australien
01.05.16  Bahrain
07.04.16  Baltische Staaten
25.02.16  Baltische Staaten
o. D.        Belgien
08.04.16  Brasilien 
o. D.        Chile
18.12.15  Canada
04.09.15  Dänemark 
08.04.16  Deutschland
09.04.16  Deutschland
11.03.16  Deutschland
10.03.16  Deutschland
10.03.16  Deutschland
10.03.16  Deutschland
10.03.16  Deutschland
o. D.        Deutschland
o. D.        Deutschland
04.01.16  Deutschland
21.04.15  Finnland
30.03.16  Finnland
02.05.16  Frankreich
05.04.16  Frankreich
21.03.16  Frankreich
15.04.15  Griechenland
08.04.16  Griechenland
03.05.16  Großbritannien
23.02.16  Großbritannien
o. D.        Iran
30.11.15  Irland
o. D.        Israel (dies ist eine 36-Seiten-Broschüre. Lädt etwas länger)
11.04.15  Italien
05.04.16   Italien
15.05.15  Italien
09.10.15  Japan
09.10.15  Japan
03.04.16  Korea
18.04.15  Kroatien
28.10.15  Kroatien 
21.03.16  Kuwait
09.12.15  Luxemburg
04.12.15  Luxemburg
21.10.15  Makedonien
05.04.16  Montenegro
05.04.16   Neuseeland
14.04.15  Niederlande
04.01.16  Niederlande
o. D.        Nigeria
19.02.16  Nordischer Pavillon
09.04.16  Norwegen
01.04.16  Österreich
14.12.15  Österreich
14.12.15  Österreich
24.02.16  Peru
28.04.16  Philippinen
19.03.16  Philippinen
02.03.16  Philippinen
23.02.15  Polen
24.02.16  Portugal
19.01.16  Portugal
27.01.16  Rumänien
12.04.15  Russland
31.03.16  Russland
26.03.16  Schottland
15.03.16  Schottland
08.04.16  Slowenien
27.01.16  Spanien
o. D.        Spanien
16.04.15  Schweiz
10.11.15  Schweiz
09.11.15  Schweiz
o. D.        Süd Afrika
o. D.        Türkei
08.03.16  Türkei
24.03.16  USA 
06.03.16  USA
22.02.16  USA
03.05.16  Venezia (Pavillon in den Giardini)
18.04.15  Vereinte Arabische Emirate
03.01.16  Vereinte Arabische Emirate
o. D.        Yemen


Zentralpavillon "Reporting from the Front"  

22.04.15  Chandigarh Felsengarten
12.04.15  Finnish Architecture
o. D.        Chipperfield Museum Project Sudan
o. D.        Fotovorschau
15.03.16  Vorschau
23.02.16  Projekte
22.02.16  Liste der TeilnehmerInnen
22.02.16  Architektur des Holocaust 
22.02.16  The Evidence Room



Artikel zu Personen und Events

06.04.16    Alejandro Aravena makes housing design available...
06.04.16    Alejandro Aravena Elemental makes acclaimed housing...
03.04.16    Alejandro Aravena Crusade against Indifference
03.02.16    Alejandro Aravena Pritzker Preis
22.01.16    Alejandro Aravena The Best of Contemprary Chilean...
21.01.16    Alejandro Aravena Pritzker Prize
17.01.16    Alejandro Aravena Pritzker Prize
14.01.16    Alejandro Aravena Pritzker Preis
13.01.16    Alejandro Aravena Pritzker Preis; Pritzker Prize
01.09.15    Alejandro Aravena Thema der Architekturbiennale...
31.08.15    Alejandro Aravena Reporting from the Front
28.07.15    Alejandro Aravena Architektur zwischen Sozialromantik und Kunst
05.03.15    Alejandro Aravena Baumeister
o. D.          Alejandro Aravena Elemental
31.03.15    Anupama Kundoo
o. D.          Berührungspunkte Meetingpoint
6.-28.4.     Melting Pot. Ausstellung des türkischen Künstlers Asl Kutluay im Vorfeld der Biennale. Palazzo Contarini Polignac. Haltestelle Accademia

Fortsetzung: Biennale 2016 - Zusätzliches und Besonderes





Empfehlung
Wer sich als Architekturfachmensch einen architektonischen Rundgang durch Venedig wünscht, findet seit Ostern ein kompetentes Angebot. Anabel Gelhaar, Co-Autorin des Buches "Architekturführer Venedig" begleitet als 'Guiding Architect' Einzelpersonen und Gruppen zu architekturbezogenen Themen.


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12. April 2016

Jetzt nach Venedig - Glyzinienblüte!

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10. April 2016

Schon gesehen? Neuzugänge auf der Venedig-Agenda


"Neu" ist relativ: seit dem 12. Jahrhundert bzw. 15. Jahrhundert an Ort und Stelle, waren die beiden Gebäude seit Jahrzehnten nicht mehr zugänglich und nur von aussen zu besichtigen (1) bzw. nur nach vorheriger telefonischer Anfrage und Terminvereinbarung (2), wer macht das schon - ich jedenfalls nicht.

Die Rede ist 1. vom Treppenhaus des Palazzo Contarini del Bovolo und 2. des Oratorio dei Crociferi. Die beiden historischen Gebäude sind seit Beginn des Jahres wieder zugänglich dank des Kultursponsorings zweier venezianischer Träger von Sozialeinrichtungen, der Fondazione Venezia und den Istituzioni di ricovero e di educazione Venezia, IRE.




Geschichte und Architektur der Schneckentreppe werden vor Ort anhand von Tafeln erklärt. Sie wurde bereits in den 80er Jahren mit Mitteln des World Monuments Fund restauriert, die Restaurierung preisgekrönt
Die Aussicht vom Kuppelraum des Treppenhauses auf das umgebende Sestiere San Marco, vor allem auf die Kuppeln von San Marco und Santo Stefano und diverse Campanili ist großartig. Und natürlich auch der Blick in die direkte Nachbarschaft, wie immer in Venedig indiskret in Innenhöfe und auf Dachterrassen. Man fragt sich schon, wie die BewohnerInnen mit dieser Preisgabe leben.


Canaletto; Campo dei Gesuiti, 18. JH.
In der Mitte das Ospedale und Oratorio dei Crociferi
Das Oratorio dei Crociferi geht zurück auf den Ritterorden der Kreuzträger oder Betlemitani, gegründet in Palästina im 12. JH im Zusammenhang mit den Kreuzzügen wie die Johanniter, Templer etc. Sie waren aktiv in der Pilgerbetreuung und später als Träger von Hospitälern, Alten- und Armenhäusern. Aufgehoben von Papst Alexander VII 1656. 
In Venedig standen 1150 Kirche und Kloster des Ordens, 1155 wurde zusätzlich eine Herberge mit Gebetsraum für Jerusalempilger errichtet. 100 Jahre später war Jerusalem wieder sarazenisch, der Pilgertourismus ging zurück, arme alte Frauen erhielten Heim und Betreuung bei den Crociferi. 


Palma Giovane: Der Doge Pasquale Cigogna besucht die Crociferi
(Kirche der Assunta und Klosterfassade des 16. JH im Hintergrund)
Zwei Dogen waren Förderer der Crociferi: Renier Zen und Pasquale Cigogna (mehr zu ihm in der italienischen Version), die großzügige Mittel zur Verfügung stellten und den Orden politisch nützten in den venezianischen Beziehungen zum Vatikan. Als Freunde und Sponsoren sind sie in der Komplettausmalung des Oratorio mehrfach dargestellt, und zwar vor den Fassaden von Kirche und Kloster des 16. JH. Bei den erforderlichen Renovierungen des gesamten Klosterkomplexes eben im 16. JH wurde Jacopo Palma Giovane mit dieser Ausmalung beauftragt und hat hier sein Meisterwerk abgeliefert. Der Raum ist vergleichsweise winzig, und beim Eintritt in die Pracht bleibt einem der Mund offen und die Luft weg. 
Ein Jahr nach der Auflösung des Ordens kauften 1657 die Jesuiten den gesamten Klosterkomplex und bauten die abgerissene Kirche der Assunta neu - die bombastische Jesuitenarchitektur, die wir heute auf dem Campo dei Jesuiti sehen. Gegenüber das Gebäude des Frauenwohnheims und des Oratorio hat weiter bescheidene Struktur, die sofort als Gegensatz ins Auge springt. 

Informationen:
Scala del Bovolo
Oratorio dei Crociferi

Die Website macht den Eindruck, man müsste online Eintrittskarten kaufen. Das ist nicht der Fall. Es gibt Kartenverkauf vor Ort, und viel mehr noch: sehr freundliches Personal, das gern auf Fragen eingeht. Im Falle des Oratorio dei Crociferi bei meinem Besuch sogar eine sehr kompetente junge Frau (Kunsthistorikerin?), die sehr detaillierte Fragen (auch einheimischer (!) Besucher) mit Geduld und großer Fachkenntnis beantwortete.

Einzeln kosten die Eintrittskarten je 5 €, wenn man weiss, dass man beide Gebäude besuchen will (Oratorio ist nur Freitag und Samstag geöffnet!) kostet ein Komplettticket nur 7 €. Sehr sehr empfehlenswert.



Ergänzung 21.4.:
Ein Korrespondent, gerade aus Venedig zurück, teilt mit, dass bei seinem Besuch der Scala del Bovolo der Zutritt nicht mehr allgemein, sondern in kleinen Gruppen im Rahmen einer Führung erlaubt war. Wartezeit ärgerlicherweise inklusive.
Eine weitere Korrespondentin, zur gleichen Zeit in Venedig, konnte normal nach dem Kartenkauf alleine und ohne Führung auf den Turm.
Also was? 
Für weitere Informationen in dieser Frage wäre ich dankbar via Kommentar oder Email.


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23. März 2016

Venedig Fahrpläne 2016 Vaporetto - Bus - Tram


In diesem Jahr werden die Fahrpläne im öffentlichen Personennahverkehr in Venedig zum 25.3. angepasst. Das ist sozusagen Frühlingsbeginn, aber es ist auch der offizielle Gründungstag der Republik Venedig: 25.3.421. In 5 Jahren können wir 1.600 Jahre Venedig feiern. Aber das ist eine andere Geschichte.


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Bei Bedarf ist hier der Anschluss an den Eintrag Vaporetto Fahrpläne 2015, der ab sofort nicht mehr ergänzt wird. 



Gültiger Vaporettofahrplan ab 25.3.2016
(mit der Möglichkeit, alles oder einzelne Linien seitenweise auszudrucken. Was sich empfiehlt, da man in den Verkaufsstellen eher selten auf Ausdrucke trifft.)

Routenabfrage
Dieses Angebot ist neu, vielen Dank, aber noch nicht perfekt aus meiner Sicht. Es werden z. T. Fußwege vorgeschlagen, die auch alternative Umsteigevorschläge wert wären. Für Leute, die nicht gut zu Fuß, mit Kindern oder Gepäck lieber per Umsteigen länger unterwegs wären und damit einen leichteren Weg hätten. Hier kann man einige Verbesserungen programmieren.

Aktueller Linienplan ab 25.3.2016
(hängt an jeder Haltestelle als Großdruck aus.)

Fahrkartenpreise

Informationen zum People Mover 
(Piazzale Roma-Kreuzfahrtterminals-Tronchetto)

Informationen zur Nutzung der Ovovia 
Eigentlich sollen mit dem eiförmigen Fahrstuhl Behinderte mit Ausweis oder notwendigen Hilfsmitteln, sichtbar Schwangere, Kinderwagen, alte Menschen, also alle, die die Treppe nicht benutzen können, über den Ponte della Costituzione gefahren werden. Die Nutzung ist frei, man muss sich trotzdem an einer Verkaufsstelle eine Benutzungskarte besorgen. So steht es auf der ACTV-Webseite. Allerdings war es in den letzten Jahren nicht gelungen, das Ding in Betrieb zu nehmen. Einer der Konflikte in der Geschichte der Calatravabrücke. Laut Zeitungsbericht vom 29.2. soll die Ovivia wieder abgebaut werden. Informationen zum Thema werden ggfs. ergänzt. 

Informationen zu den Straßenbahnlinien (Tram)
Leider nur auf italienisch.
Die Tram Venedig-Mestre existiert noch kein Jahr und das Problem der einen Spur (Tram und PKW/LKW) ist ungelöst. Bei Unfall oder Panne eines Fahrzeugs bleibt die Bahn liegen, teilweise stundenlang, die Passagiere müssen den langen Weg über den Ponte della Libertà zu Fuß antreten. Nicht witzig.

Informationen zu den Buslinien auf dem Lido

Informationen zu den Buslinien auf dem Festland
(Für Fahrpläne die Linien einzeln anklicken bitte.)

Informationen ATVO Busverbindung zu den Flughäfen Venedig und Treviso

Haltestellenplan Piazzale Roma
(Leider von 2014, als die Anleger für den Wasserverkehr neu geordnet wurden. Es scheint keine Aktualisierung zu geben, die die Tram- und Bushaltestellen enthält.) 

Haltestellenplan Lido
(Vaporetti und Buslinien)

Alle Informationen zum Wasserverkehrsanbieter Alilaguna und zu 
Consorzio Venezia Wassertaxis 
Venice Water Taxis 
Taxi Acqueo mit Tariflisten  
Radiotaxi Venezia e Mestre
Die Informationen zu Alilaguna und Wassertaxis werden besonders wichtig, wenn der öffentliche Dienst ACTV streikt. Straßentaxis kann man nicht nur am Piazzale Roma nehmen, sondern auch nach Dorsoduro an die Stazione Marittima bestellen.




Wird ab hier weiter aktualisiert.


5.4. Der erste Streik der Saison, von 9:30 bis 12:30 Uhr, das hält sich im Rahmen. Alle ACTV-Vaporetti, -Busse, -Tram. Peoplemover und Callcenter laufen normal, ebenso Alilaguna.

19.4.2016

Ovovia (Fahrkabine über den Ponte della Costituzione) wird aufgegeben. Termin Mai 2016 (obwohl sie ja nie in Funktion war...)

26.4.-6.5. wird die Haltestelle S. Stae nicht bedient wegen Bauarbeiten. Wessen Hotel in der Nähe liegt, steigt am günstigsten an der Haltestelle Riva di Biasio (Linien 1, 5.1 und 5.2.) oder Rialto Mercato (Linie 1) aus.





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19. März 2016

Arte Laguna im Arsenale 19.3.-3.4.

Heute um 18 Uhr startet die diesjährige Ausstellung Arte Laguna mit der Preisverleihung im Arsenale.
In den letzten 10 Jahren fand die Veranstaltung in der für venezianische Verhältnisse etwas ruhigeren Zeit (nach Carnevale, aber noch im Winter) statt. Nicht meine Reisezeit - aber dieses Mal, zu Frühlingsbeginn, schon. Ich bin sehr gespannt.



Derzeit keine Biennale, Palazzo Grassi und Dogana sind geschlossen in Vorbereitung der nächsten Ausstellungen - wer aber trotzdem neugierig ist auf Gegenwartskunst, in der großartigen Location des Arsenale Novissimo, sollte diese Gelegenheit um Ostern herum kurz entschlossen nutzen. (Nicht zu frühlingshaft anziehen, die riesigen Hallen der Nappe sind nicht beheizt.)

Eintritt frei. Es gibt an einigen Tagen Kaffee oder Cocktails und Führungen durch die Ausstellung. Außerdem jetzt auch ein Café im Arsenale Novissimo mit Blick auf das große Arsenalebecken, Versorgung ist also gesichert. Ich hoffe, die im Herbst geschlossenen Sanitärräume sind mittlerweile repariert...! 

"Getting there" ist auf der Website nicht gut erklärt.  So kommt man hin:
Linien 4.1/2 und 5.1/2 Haltestelle Celestia, links über die Brücke aus Beton und den Metallsteg an der Arsenalemauer entlanggehen. Der Rest ist ausgeschildert. Siehe auch diesen Plan.
Ausstellungsräume in den Kreuzgängen von S. Salvador: Haltestelle Rialto, nach S. Salvator gehen, Eingang in die Kreuzgänge ist rechts neben dem Kircheneingang.


Ergänzung 20.3: PreisträgerInnen


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