Sommernachtstanz am Lido
'Open dance' ab heute bis Ende August Tango, karibisch, afrikanisch:
Parco Askenasy, Lungomare Gabriele D'Annunzio:
Vom Vaporetto die Gran Viala Maria Elisabetta bis zum Ende, dann links.
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Venedig Reiseblog
'Open dance' ab heute bis Ende August Tango, karibisch, afrikanisch:
Labels: Lido, Tanz, Tipps und Termine
Sechs volle Stunden kostenloser Kultur in Venedig in der langen warmen Mittsommernacht, geöffnete Museen, Galerien, Buchhandlungen, Kirchen, Universitäten, Biennale, ein riesiges Programm und sogar das joldene Vaporetto dell'Arte ist gratis. Von 18:00 - 0.00 Uhr am Samstag, 22. Juni.
Auf der Website der Art Night Venezia, auf venezianisch knappe Art 14 Tage vor dem großen Ereignis veröffentlicht, finden sich alle Informationen, bzw. mehr als nötig.
Die Website ist für meinen Geschmack sehr fummelig gestaltet. Die Lokalisierung auf dem Stadtplan gibt Ortsunkundigen eine vage Idee, ein Stadtplan bleibt aber unverzichtbar. Für jedes weitere Angebot auf "next" zu klicken ist lästig, die Katego-
risierungen (mo = mostra = Austellung, pe = Performance etc.) sind nervig für nicht italienisch Sprechende. Der Klick auf einzelne Programmpunkte produziert jeweils eine neue Seite mit teils formalen Informationen, Diashows, neuen Links zu Webseiten. Eine Klickorgie und eine Orgie schnell wechselnder überflüssiger Bilder, unübersichtlich und userunfreundlich.
Eine schlicht gestaltete Liste mit den teilnehmenden Institutionen findet sich dann zum Glück doch noch unter downloads; Programma generale, ein 8-Seiten PDF (zum Ausdruck, aber vielleicht gibt es auch wieder ein Faltblatt mit einem schönen großen Stadtplan und der Gesamtliste, wer weiß?).
Initiator der Veranstaltung ist die Universität Ca'Foscari, an deren zentralem Standort am Canal Grande und in externen Gebäuden ein großes Programm geboten wird. Im Innenhof findet die Eröffnung der Art Night um 18 Uhr statt. Menschen-
massen, Gedrängel, nichts für Kinder. (Unter downloads; Programma sedi Ca' Foscari; vier Seiten Programm zum Ausdruck.)
Ansonsten findet man das Gesamtprogramm alphabetisch sortiert nach teilnehmenden Institutionen (im Menü unter "sedi") und nur sozusagen alphabetisch sortiert nach Veranstaltungen; da Titel und Künstlernamen in die Sortierung gehen, im Menü unter "eventi").
Wer Gelegenheit hat die Art Night zu erleben, sollte sich das nicht entgehen lassen. Ich hatte das Glück (Biennalebesuch 2011) bei der ersten dabei zu sein und war begeistert. In diesem Jahr habe ich die Art Night bewußt in meinen Biennale-
besuch eingeplant.
Empfehlungen kann man eigentlich nicht geben, jede/r stellt sich sein/ihr Programm nach Interessen, Geschmack und abendlicher Wanderbereitschaft von Ort zu Ort zusammen. Aber die Nacht mit der Party in der Kunsthochschule im früheren Ospedale degli Incurabili, Accademia di Belle Arti zu beenden, ist vermutlich ein guter Tipp: alle Ateliers im Parterre sind geöffnet, es werden Werke der Studierenden ausgestellt, die Party rund um und im Kreuzgang (der ziemlich riesig ist) geht den ganzen Abend von 17:00-2:00 Uhr.
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Labels: Art Night, Ausstellung, Biennale, Biennale 2013, Kinder, Kunst, Museen, Musik, Tipps und Termine
Wochenende des Bürgerwiderstands in Venedig 7./8./9. Juni
Aufruf und Programm
Venezia Today 5.6.2013
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Labels: Musik, Tipps und Termine, Ökologie
Tja, peinlich für die Weltpresse, Angola kriegt den Preis und keine/r hat die Kunst gesehen? Kein Foto zur Verfügung?!
Denn der angolanische Pavillon ist weder
in den Giardini noch im Arsenale, wo MedienvertreterInnen sich an den
Vorbesichtungsterminen aufhalten. Lediglich für Ai Weiwei bewegt man
sich ein paar hundert Meter entlang der Riva zur Kirche S. Antonin, und
die Fotos mit den Gefängnisszenen in den Guckkästen sind in allen
bisherigen Web-Beiträgen zu sehen.
Die Ausstellung von Angola ist zu Gast im Palazzo Cini bei San Vio. Haltestelle Accademia, links an der Accademia vorbei, zweite Straße links (Calle nuova S. Agnese, piscina Forner), vor der Brücke S. Vio das Gebäude links.
Die Website der Biennale hat keinen Link auf den Pavillon, es gibt eine Seite bei Arte.it, hat aber einen Fehler bei der Lokalisierung (der Palazzo Cini wird hier falsch bei den Zattere markiert, also nicht dahin gehen).
Meine Onlinesuche nach dem angolanischen Künstler Edson Chagas hat nicht viel ergeben - eine Weltberühmtheit ist der Mann noch nicht, aber das könnte er nach diesem Erfolg wohl werden. Die Ausstellung von Angola besteht im Wesentlichen aus seinen großformatigen Fotos, die in Stapeln im Ambiente alter toskanischer Kunst des Palazzo Cini ausliegen. Eine minimalistische Sache.
In meiner Stadt gab es im letzten Winter eine Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum (die ich nicht gesehen habe), die auch Werke von ihm präsentierte, Ergebnisse eines Fotoworkshops der GIZ.
Programm GIZ-Fotoausstellung mit Fotos von Edson Chagas
Artikel der ZEIT "Blick auf den Alltag Afrikas" 9.3.2012 über die GIZ-Ausstellung in Bonn
Artikel in VerAngola 6.11.2012 über die Ausstellung (Edson Chagas erster von rechts)
Ergänzung 05.06.2013
Mail & Guardian Angola marks Venice Biennale debut with a victory
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Labels: Biennale, Biennale 2013, Palazzo Cini
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| Zwei Pfauen, (naxischer?) Marmor, Castello, Fond. della Tana/Ponte della Tana |
| Ähnliches Motiv - Vögel mit Weinstock, Dorsoduro, Dietro gli incurabili |
| Kampf zwischen Schlange und ?, Cannaregio |
| 2 Bären (?), Cannaregio |
| Kirche S. Sebastiano, Eingang, Dorsoduro |
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| Dogenwappen, S. Marco, Innenhof Ca' del Duca |
| Familienwappen, S. Polo, Calle Orsetti |
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| Das geniale Familienwappen Malipiero, Cannaregio, Calle Boldo |
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| Symbol der ehem. Scuola del Volto Santo der Seidenhändler aus Lucca, Cannaregio, bei S. Maddalena (siehe auch Eintrag "Vom Finden verschwundener Kirchen" ) |
Labels: Bericht, Byzanz, Ca' del Duca, Cannaregio, Castello, Dorsoduro, Kunst, San Marco, San Polo
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| Die Lampe wirkt auf diesem Foto ungewöhnlich lang: der helle obere Teil ist die Spitze des Campanile von S. Giorgio Maggiore. |
Labels: Ausstellung, Dogana, Dorsoduro

Klosterinsel S. Lazzaro degli Armeni, nationale Ausstellung Armenien
In 2 Wochen eröffnet die Kunstbiennale, die Spannung steigt und hier kommt die Fortsetzung des ersten Eintrags über interessante Ausstellungsorte. Die Nutzung von Räumlichkeiten innerhalb der Stadt und auf den Inseln ist ja eine der Besonderheiten der Kunstbiennale Venedigs, vor denen jenseits der präsentierten Kunstwerke oder -ereignisse Orte wie z. B. Kassel einfach die Segel streichen müssen.
Portugal stellt in diesem Jahr nicht mehr am Canal Grande aus, sondern in einer Lissaboner Fähre, die beim Vaporettostop Giardini liegen und 2 x täglich Runden durch die Lagune drehen soll. Die kolonialen Aktivitäten Venedigs und Portugals sind im Satz "Lisbon and Venice, cities that both historically played roles in
broadening the European worldview during the Middle Ages and the
Renaissance" aber doch historisch recht ungenau definiert. Spanndend finde ich die Pläne der Künstlerin Joana Vasconcelos zur Gestaltung ihres Ausstellungsbootes aber trotzdem.
Die Ukraine stellt im Palazzo Loredan aus, dem Sitz des Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti auf dem Campo Santo Stefano. Da die Führungen in diesem interessanten Gebäude nur einige Male im Jahr stattfinden und zudem nach Voranmeldung, ist dies eine gute Gelegenheit, in Ruhe zumindest die Räume zu besichtigen, die für die ukrainische Ausstellung zur Verfügung stehen.
Im Palazzo Pisani, Sitz der Musikhochschule Conservatorio Benedetto Marcello, die ausser für Konzertveranstaltungen strikt keine Besuche gestattet, findet die kollaterale Ausstellung 'Ink Brush Heart' von Simon Ma und Julian Lennon statt. Wunderbar, erste Gelegenheit für mich, das Haus von innen zu sehen und zu bewundern. Ebenfalls am Campo S. Stefano, quasi gegenüber des Palazzo Loredan.
Die Universität Ca' Foscari hat als Collateral Event wieder eine russische Ausstellung "Lost in Translation". Nur bis zum 15. September (!), ausserdem weise ich vorsorglich darauf hin, dass möglicherweise wie bei der Biennale 2011 die Ausstellung in separaten Räumen im Wassergeschoss des eingegliederten Palazzo Giustinian läuft, von wo es keinen Zugang in weitere Räume, geschweige Etagen, der beiden Gebäude gibt. Haltestelle Accademia oder S. Thomà.
Die Serra (der Wintergarten), links von der Haltestelle Giardini, immer gut für einen entspannten Kaffee im Grünen, zeigt "The Museum of Everything, the world’s first wandering museum for the untrained, unintentional, and
undiscovered artists of our times. Since 2009, it has welcomed over
500,000 visitors to its acclaimed installations in Britain, France,
Italy, Turkey and Russia. The Museum of Everything works with leading
writers, thinkers, curators and artists and is the world’s leading
advocate for the alternative history of 19th, 20th and 21st century art.". Klingt witzig und vielsprechend, aber nur bis Ende Juli (Möglichkeit der Verlängerung ist bereits angekündigt).
Inseln: Armenien stellt mit dem Künstler Ararat Sarkissian nicht im Palazzo Zenobio bzw. im Collegio Armeno Moorat-Raphael aus (der tatsächlich aus dem Internet verschwunden ist, worauf mich eine Korrespondentin kürzlich aufmerksam machte) sondern auf der Klosterinsel S. Lazzaro. Ich vermute, nicht im Kloster selbst (denn das hieße ja, den einmaligen Einlass pro Tag zu ändern), sondern vielleicht im Aussenbereich oder in Nebengebäuden. Ich würde einen Besuch trotzdem blind empfehlen, werde aber berichten. Vaporetto Linie 20.
Inseln: auf S. Servolo zeigt Kenya "Reflective Nature # a new primary enchanting sensitivity" und mehr ist darüber bisher nicht zu erfahren. Das ist auch der Fall bei Syrien (Gruppenausstellung 'Cara Amica Arte'). Aber ein kleiner Ausstellungstrip auf das grüne San Servolo, verbunden mit einer Erfrischung in der freundlichen Cafeteria (nicht zu vergessen saubere Sanitäranlagen), vielleicht sogar einer Möglichkeit, die meist geschlossene Kirche S. Servolo endlich mal zu besichtigen, ist eine schöne Aussicht. Vaporetto Linie 20.
Die nationale Ausstellung von Tibet ermöglicht den Besuch der ehemaligen Kirche S. Marta. In den entkernten Innenraum der Kirche wurde eine komplette Konferenzinfrastruktur gebaut, die auch Ausstellungen ermöglicht. Die Nutzung des Raums ist einfach intelligent gemacht, wer sich neben der Kunst aus Tibet für Architektur und Innen- interessiert, sollte die Gelegenheit unbedingt nutzen. Nur bis 7. September! Haltestelle S. Marta Linien 4.1 und 5.1..
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| Versteckter Eingang zum Oratorio S. Ludovico, hinten rechts neben dem Eingang zur Ausstellung von Island |
| Melancholischer Bob Dylan im Stuck des Palazzo Donà dalle rose |